SG Leutershausen

Die roten Teufel von der Bergstrasse

Letzter Test: SGL gegen den Deutschen Meister

(tib) Das erste Highlight der Saison ist zugleich der letzte Test bevor es ernst wird. Die SGL steht am 20. August im Wieblinger Sportzentrum West  (Ludwig-Guttmann-Str.10, 69123 Heidelberg) dem Deutschen Meister gegenüber - den Rhein-Neckar-Löwen. Anpfiff ist um 18 Uhr.

 

Das Aufeinandertreffen ist der letzte Standortcheck für die Truppe von Marc Nagel. Eine Woche später (27. August) geht es im DHB-Pokal in Neuhausen gegen die MT Melsungen, am 3. September startet die SGL voraussichtlich beim VfL Bad Schwartau in die 2. Bundesligasaison 2016/2017. 

 

Zugleich soll das Duell gegen die Löwen ein Handballfest für die ganze Rhein-Neckar-Region werden. Mit der Meisterschaft der Löwen und dem Aufstieg der SGL in die zweite Liga steht der Handball aktuell so gut wie nie da - das soll gefeiert werden. 

 

„Wir spielen gegen den Deutschen Meister  - besser gehts nicht“, sagt Uli Roth, „das wird ein Sommerfest, ein Handballfest.“

 

Und auch Oliver Roggisch freut sich auf die Begegnung: „Es werden viele Handballfans nach Wieblingen kommen, die sowohl den Roten Teufeln als auch uns die Daumen drücken“, sagt  der Sportliche Leiter der Löwen, „zudem ist die SG Leutershausen eine junge, hungrige Mannschaft mit viel Potential, die perfekt in das Leistungsniveau passt, das wir zu diesem Zeitpunkt brauchen.“

 

Für Unterhaltung ist also gesorgt: Vor der Partie wird zudem die „SG Leutershausen Traditionsmannschaft“ gegen die „TSV 1887 Wieblingen Traditionsmannschaft“ antreten. 

 

„Das wird ein Treffen von alten Bekannten in einer tollen Halle - wir hoffen auf super Stimmung“, freut sich Roggisch. Und Roth ergänzt: „Wir wollen uns natürlich präsentieren und Werbung für den Zweitligahandball machen“, so der Sportliche Leiter, „gerade deshalb haben wir den Spielort Wieblingen gewählt.“ Zustande gekommen ist der Kontakt dank der SGL-Torwartlegende Jörg Büssecker, der bekanntlich aus Wieblingen stammt. 

 

 

Den SGL-Fans stehen 100 Karten zur Verfügung. Diese sind ab sofort in der SGL-Geschäftsstelle (Hauptstraße 2, 69493 Hirschberg an der Bergstraße; kontakt@sg-leutershausen.de; 06201/9595215) zu reservieren.


DHB-Pokal: Roth-Duell in der ersten Runde

(tib) Das war nun wirklich nicht zu erwarten. In der ersten Runde des DHB-Pokals trifft die SG Leutershausen auf die MT Melsungen, es kommt also zum Bruder-Duell: Uli gegen Michael Roth, der seit 2010 in Melsungen als Trainer aktiv ist. 

 

Genau wie im vergangen Jahr wird die erste Runde im Final-Four-Modus ausgetragen. Im anderen Halbfinale stehen sich der TV 1893 Neuhausen/Erms und die HSG Rodgau Nieder-Roden gegenüber. Gastgeber wird voraussichtlich der Zweitligist TV Neuhausen sein, die Erstrundenspiele finden am 27. und 28. August statt. 

 

„Ein richtig geiles Los“, findet Uli Roth „endlich mal ein wunderbarer Gegner.“ Und der sportliche Leiter der SG führt fort: „Das ist natürlich eine hoch hochinteressante Begegnung.“ 

 

Auch sein Bruder Michael ist schon jetzt motiviert: „Ich freue mich natürlich riesig.“ Doch gleichzeitig warnt er, die anderen Gegner nicht zu unterschätzen: „Mit Leutershausen und dem TV Neuhausen spielen in unserem Final-Four Turnier zwei Zweitligisten mit - das wird nicht leicht.“

 

Dennoch: Die MT Melsungen geht als Favorit in das Turnier. Das weiß auch Marc Nagel: „Natürlich ist es toll, wenn wir die Möglichkeit haben gegen einen Erstligisten zu spielen“, sagt der SG-Trainer, „ich hätte mir aber lieber einen Gegner auf Augenhöhe gewünscht.“ 

 

Dafür kann sich nach diesem „geilen Los“ ganz Leutershausen auf eine „hoch interessante“ Pokal-Begegnung freuen.


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Positionswechsel bei der SG Leutershausen: Holger Löhr übergibt das Amt des sportlichen Leiters an Uli Roth

(rkü) Noch sind einige Wochen Zeit, ehe sich die SG Leutershausen sportlich auf die neue Saison in der zweiten Liga vorbereitet. Im Hintergrund bilden sich inzwischen aber schon die Strukturen heraus. Eine wichtige Veränderung gibt es auf der Position der sportlichen Leitung: Holger Löhr zieht sich von dem Posten zurück. Für ihn übernimmt Uli Roth.

 

“Der Zeitpunkt für diesen Schritt ist gut”, sagt Holger Löhr, “wir haben in der vergangenen Saison die Ziele, die wir uns gesteckt haben, erreicht. Wir haben eine vernünftige Mannschaft, wir sind aufgestiegen, die Spieler haben sich weiter entwickelt.” Löhr, erst als als Trainer, später als sportlicher Leiter die treibende Kraft hinter dem Wiederaufstieg der Roten Teufel seit 2007, hinterlässt ein bestelltes Feld. An der strategischen Schaltstelle als sportlicher Leiter schaffte er nach dem wirtschaftlich erforderlichen Abstieg aus der zweiten Liga im Jahr 2014 gemeinsam mit Trainer Marc Nagel ein Kunststück: In einer Phase der finanziellen Konsolidierung formten sie ein junges Perspektivteam, das in der 3. Liga schneller reifte als erwartet und dessen Akteure zu festen Größen in den Nachwuchsteams des DHB wurden. Trotz dieser Verdienste sagt der 45-Jährige jetzt: “Handballerisch suche ich eine neue Herausforderung.”

 

So ganz verlässt er die SG Leutershausen aber doch nicht. In der kommenden Saison wird er einmal pro Woche individuelle Übungseinheiten mit den Junioren-Nationalspielern und viel versprechenden Talenten im Kader der Roten Teufel abhalten: “Leistungstraining, positionsspezifisches Training, da werden wir die Schwerpunkte setzen.” Gemeinsam mit Marc Nagel stellt er sicher, dass Leutershausen die Talentschmiede der Liga bleibt.

 

Den Job des sportlichen Leiters kennt Uli Roth - er ist nicht nur der Nachfolger, sondern auch der Vorgänger von Holger Löhr auf dieser Position. Nach einer intensiven beruflichen Phase hat er nun wieder mehr Kapazität, sich um die Belange der Mannschaft zu kümmern: “Insofern können wir die Übergabe nahtlos gestalten. Holger hat sich außerordentlich engagiert und das Team voran gebracht. Ohne ihn hätte es die Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahre nicht gegeben. Dafür gebührt ihm großer Dank”, zollt Uli Roth seinem Freund allen Respekt und ist froh, dass er nicht ganz von Bord geht: “Für die jungen Spieler im Kader ist wichtig, dass sie auch weiterhin von seinem Training und der individuellen Betreuung profitieren können.” 


Handballer und der kleine weiße Ball -

SGL geht fremd

 

Kaum war der Aufstieg in die 2. Handball Bundesliga für die Handballer der SG Leutershausen unter Dach und Fach gebracht, ging es auf dem grünem Rasen direkt weiter.

Auf Einladung der Stahlemann-Stiftung, deren soziales Engagement u.a. von Uli Roth als Botschafter unterstützt wird, nahm ein Team der SGL an dem jährlich stattfindenden Benefits-Golf Turnier im Golf-Club Odenwald teil. Für einen Tag vertauschten die SGL Akteure ihr gewöhntes Arbeitsgerät mit dem kleinen weißen Golfball.

Unter dem Motto „Wir gewinnen sowieso“ standen die vier Spieler Richard Heinz, Karl Zöller, Nils Reinhard und Reimar Bezzenberger den Bundesliga Handballern in nichts nach und trugen sich am Ende der Runde in allen Kategorien auf Platz eins der Siegerliste ein.

Nils Reinhard sicherte sich neben dem Tagessieg in der Brutto-Wertung darüber hinaus mit einem 283 Meter langem Abschlag den Titel im „Longest Drive“. Reimar Bezzenberger verteidigte seinen Titel aus dem Vorjahr in der Netto Wertung und das Team der SGL wurde letztlich Gesamtsieger in der Teamwertung. Die errungenen Titel wurden in gewohnter SGL Manier gebührend bei der abschließenden Abendveranstaltung gefeiert.


Abschiedssieg für Tesarz

SGL besiegt Herrenberg – Nagel bedankt sich bei den Fans

 

Beim Abschied aus der dritten Liga brachte die SG Leutershausen die Heinrich-Beck-Halle noch einmal zum beeben. In einem phasenweise ereignisarmen Spiel zauberten die Rot-Weißen in der Schlussphase Handball vom allerfeinsten auf die Platte. Der 34:29-Sieg war der verdiente Lohn. Vor der Partie wurden die Abgänge Rico Wilde, Thomas Ratzel und Jochen Geppert verabschiedet. Doch es blieb nicht bei den Aktiven, auch ein weiterer Name wurde mit Standing Ovations gefeiert: Hans Tesarz. Der Gesellschafter tritt nun kürzer, war zuvor fast 30 Jahre lang eine der wichtigsten Personen bei den Bergsträßern. „Er kam Ende der Achziger zu uns und ist eine der wichtigsten Säulen der letzten 25, 30 Jahre“, bestätigte auch Jörg Büßecker: „Als wir nach der Insolvenz wieder frisch angefangen haben, hat er sofort wieder mitgemacht.“ Tesarz habe seine Spur bei der SGL hinterlassen, ist sich Büßecker sicher. Nachdem er diesen Satz sagte, lachte er los: „Und das, obwohl er in Großsachsen wohnt.“ Trainer Marc Nagel sah den Grundstein des Aufstiegs in dieser Saison nicht zuletzt bei den Zuschauern. „Danke für die tolle Unterstützung, es ist immer schön die bekannten Gesichter zu sehen, auch auswärts“, erklärte er: „Wir brauchen das Publikum – gerade bei unserer jungen Mannschaft.“

Sportlich wollten die „Roten Teufel“ wie erwartet ein Feuerwerk beim letzten Saisonspiel abbrennen. Ein 3:0 nach fünf Minuten spricht Bände – doch die Gäste konnten ebenfalls befreit aufspielen. „Die Jungs haben gut gekämpft und versucht, eine engagierte Leistung zu zeigen“, gab sich auch Herrenbergs Coach Nico Kiener zufrieden: „Wir haben in den letzten Wochen viel mit denen Spielern gespielt, die nächste Saison noch da sind und sind da einen großen Schritt weiter.“ Claudio Schneck erzielte den ersten Treffer für den abstieger, Lukas Fischer glich mit einem Doppelpack zum 3:3 aus. Es entwickelte sich eine umkämpfte Partie mit leichten Vorteilen für die Hausherren – auch dank eines bärenstarken Moritz Mangold im Kasten. Vorne richteten es die großen aus dem Rückraum. Beim Stand von 16:11 kurz vor der Pause war Juniorennationalspieler Valentin Spohn bereits fünf Mal erfolgreich, Geppert folgte mit vier Treffern. Es blieb beim fünf-Tore-Vorsprung, Leutershausen ging mit einem komfortablen 18:13 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel wurde es wieder ungemütlicher für die Bergsträßer. Herrenberg setzte alles an eine gelungene Abschiesvorstellung, kam binnen fünf Minuten wieder auf zwei Tore heran. 20:18, die SGL musste reagieren. Die Rothemden kamen nun immerhin etwas besser in den Spielabschnitt, Keeper Raul Lazaro Garcia vereitelte einige Chancen der Gäste. In den letzten sieben Minuten zeigten die „Roten Teufel“ noch einmal, warum sie in der nöchsten Saison in der zweiten Liga spielen: Bis dahin stand es 28:27, das Endergebnis wurde auf 34:29 ausgebaut. „Wir haben Charaktere in der Mannschaft, die den Anspruch zweite Liga haben – sowohl bei Jung als auch bei Alt“, kommentierte Nagel den Aufstieg seiner Truppe: Wir sind am Anfang auch ein bisschen überrascht worden, wie gut es trotz Verletzungen geklappt hat – das ist der Lohn für die letzten beiden Jahre.“ Das Schlussfazit des geschlagenen Kiener viel gegensätzlich aus: „Dieses Jahr war beschissen.“

 

SG Leutershausen: Mangold, Lazaro Garcia; Wetzel, Wilde 1, Salger, Pfattheicher 9/1, Volk 4, Geppert 6, Bauer 6, Spohn 8, Klapdohr, Conrad, Karpstein, Ratzel.

 

SG H2Ku Herrenberg: Azevedo Marquez, Mathes; Fuß 4, Maier 3, Soteras-Merz 9/3, Dürner, Kiener, Krämer 3, Schneck 3, Zürn 1, Fischer 6/1.


Kampfstarke Zweibrücker bringen SGL zum stolpern, aber nicht zum fallen

SG Leutershausen legt stark los, führt nach 20 Minuten zweistellig – SV Zweibrücken kommt bis auf zwei Tore heran

 

(msc) Mit einem 29:25-Sieg triumphierte die SG Leutershausen in Zweibrücken und gab Kornwestheim und Haßloch im Abstiegskampf keinen Grund zum Meckern. Im ersten Abschnitt sah es bereits nach einem Debakel für den Gastgeber aus, dann nahm die SGL aber den Fuß vom Gas und ließ die Hoffnung des abstiegsbedrohten SV mehr als nur ein bisschen aufflackern. Beim 20:22 war Zweibrücken wieder voll im Spiel, dann häuften sich aber die Strafzeiten und die Bergsträßer bauten die Führung wieder aus.

Die SGL gab vom Start weg Vollgas und wollte dem Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung mit einer starken Leistung in Zweibrücken zuvor kommen. Die 64er hielten zwar in den ersten Minuten noch mit, doch bereits nach dem 3:3 zeigte sich der Unterschied zwischen dem Aufstiegsaspiranten von der Bergstraße und den abstiegsbedrohten Pfälzern deutlich. Während die „Roten Teufel“ noch eine Schippe drauflegen konnten, waren die Hausherren bereits am Maximum angekommen. Ein 4:0-Lauf und damit zusammenhängend eine Führung, die Leutershausen nicht mehr abgab, waren die Folge. Nach 20 Minuten, die Rot-Weißen inzwischen mit 13:7 in Front, zog SGL-Coach Marc Nagel seine erste Auszeit. Frisch eingestellt zauberte sein Team einen erneuten Lauf aus dem Hut, Abwehrchef Matthias Conrad stellte mit einem seiner seltenen Ausflüge nach vorne die erste zweistellige Führung her. 7:17 – SV-Trainer Stefan Bullach musste ebenfalls zur grünen Karte greifen. Seine Maßnahme hatte Erfolg, Zweibrücken gelang ebenfalls ein 4:0. An der deutlichen 18:11-Pausenführung der Gäste konnte das aber auch nicht mehr viel ändern.

Im zweiten Abschnitt ließen es beide Teams dann zunächst etwas ruhiger angehen. Erst nach knapp vier Minuten erzielte der 2,07-Meter-Hühne Stefan Salger der ersten Treffer, Aris Wöschler stellte eine halbe Minute später den alten Abstand wieder her. Es war der Beginn einer starken Aufholjagd. Ehe sich die Rothemden versahen, klopften die Gastgeber bei nur noch drei Toren Rückstand wieder an. Bei 20 verbleibenden Minuten kein Zuckerschlecken für den Favoriten, zumal Zweibrücken nach dem Sieg gegen Konstanz unheimlich viel Sebstvertrauen getankt hat. Nagel wurde energischer, handelte sich unter anderem auch eine gelbe Karte ein. Vor seiner Auszeit eine viertelstunde vor dem Ende schmolz der Vorsprung dennoch auf 21:19. Die 64er brachten sich indes selbst aus dem Tritt. Aris Wöschler musste für zwei Minuten vom Feld, Jochen Geppert und Rico Wilde erhöhten in Überzahl auf 24:20. Kaum stand Aris Wöschler wieder auf der Platte, durfte sein Bruder Nils zwei Minuten verschnaufen. Für eine Aufholjagd reicht es so nicht mehr, der Favorit sichert sich am Ende den 29:25-Sieg.

 

SV 64 Zweibrücken: Berz, Kovacin; Hammann 3, Denk 2, Bach 1, T.Zellmer 1, Enders 2, N.Wöschler 4, Waryas, B.Zellmer 2, Grieser, A.Wöschler 6, Bayer, Egelhof 4.

 

 

SG Leutershausen: Mangold, Lazaro Garcia; Wetzel 1, Wilde 1, Salger 4, Räpple 2/1, Pfattheicher 8, Volk 1, Geppert 6, Bauer 1, Spohn 3, Conrad 1, Karpstein, Ratzel 1.