SG Leutershausen

Die roten Teufel von der Bergstraße

Das Spiel der verpassten Chancen

Die SGL Leutershausen verliert zu Hause gegen den TV Emsdetten 23:27 (13:16)

 

(rkü) Die SG Leutershausen wollte am Samstagabend gegen den TV Emsdetten die nicht eingeplanten Punkte aus dem Spiel gegen die Eulen der TSG Friesenheim vom Mittwoch vergolden - Blech ist es geworden. Die Roten Teufel verloren in eigener Halle 23:27 (13:16).

 

„Natürlich tut das weh heute Abend“, sagte SGL-Trainer Marc Nagel,  „aber ich kann gut damit leben, weil meine Mannschaft über 60 Minuten alles gegeben hat. Wir haben heute einen Gegner mit einem Plan gehabt, der ihn bis zum Ende durchgezogen hat.“ Emsdettens Coach Daniel Kubes fasste sich nach dem Spiel extrem kurz: „Ich möchte meine Mannschaft beglückwünschen, sie hat heute wirklich gut gespielt. Die Punkte heute dürften entscheidend gewesen sein.“ Emsdetten hat mit dem Abstiegskampf nun nichts mehr zu tun. Leutershausen dagegen schon. Aus Sicht der SGL boten sich vor dieser Partie zwei Optionen: Entweder hätte die Truppe von Marc Nagel nach dem grandiosen Auswärtssieg in Friesenheim noch so viel Rückenwind, dass sie Emsdetten quasi im selben Rutsch noch mit überrennen würde. Oder sie hätte in der Pfalz so viele Körner gelassen, dass sie es trotz des Heimvorteils ganz schwer gegen den Tabellenneunten hätte. Der Beginn des Spiels ließ die 800 Zuschauer in der Heinrich-Beck-Halle auf Ersteres hoffen. Körpersprache, Aggressivität und Wurfkraft waren da. In der Defensive ging’s kernig zur Sache, und vorne sorgten Valentin Spohn und Stefan Salger für erste Wirkungstreffer. Probleme machte der SGL aber in dieser ersten Phase Emsdettens Mittelmann Merten Krings. Er spazierte nahezu nach Belieben durch die Reihen der Bergsträßer, düpierte auch SGL-Torhüter Alexander Hübe und traf allein in der ersten Viertelstunde vier Mal. Es zeichnete sich bald eine enge Partie ab, in der die Gäste beim Stand von 9:11 nach zwanzig Minuten leichte Vorteile für sich verbuchen konnten. Bis zur Pause ließen die Hausherren dem TVE dann aber zu viele Freiräume und waren ihrerseits am gegnerischen Kreis zu inkonsequent, so dass Emsdetten zur ersten Vier-Tore-Führung kam. Mit einem direkten Freiwurf ins Tor noch nach der Sirene brachte Stefan Salger die Roten Teufel wieder auf 13:16 heran.

 

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war Leutershausen aufmerksamer, hatte aber Pech: Christopher Räpple traf bei einem Siebenmeter nur den Pfosten, Niklas Ruß legte einen Ball knapp am Tor vorbei, ein weiterer von Philipp Bauer krachte gegen die Latte. Auf der anderen Seite hielt nun aber Alexander Hübe wieder Bälle fest - zwei Paraden in den ersten vier Minuten der zweiten Hälfte hielten Leutershausen im Spiel. Auch wenn die Abwehr der Roten Teufel gut stand - vorne lief es einfach nicht mehr optimal. Unpräzise Würfe und Fehler beim Abspiel verhinderten, dass die Bergsträßer mit dem TVE gleichzogen. Ein, zwei Tore Abstand hielten die Gäste immer. „Wir sind eigentlich aus dem Rückraum stark, haben heute aber zu oft versucht über den Kreis zu spielen, dadurch sind technische Fehler passiert“, so Marc Nagel. Am gefährlichsten wurden die Hausherren noch beim 20:21 (50.) und 21:22 (52.). Allerdings verpassten sie den Ausgleich und mussten bis zur 57. Minute wieder einen 22:25-Rückstand hinnehmen. Die Entscheidung dann in der 59. Minute: Stefan Salger, wieder ein Lattenkracher - symptomatisch für diese Begegnung. Am Ende feierte der TV Emsdetten einen Auswärtssieg in der Heinrich-Beck-Halle: 23:27.

 

Das nächste Spiel der SG Leutershausen bei der HSG Konstanz (Samstag, 27. Mai, 20 Uhr) könnte im Kampf um den Abstieg vorentscheidend sein. Die SGL organisiert einen Fanbus zu dem Spiel.

 

SG Leutershausen: Hübe, Mangold, Wetzel, Salger 6, Räpple 3/3, Kupijai, Ruß 3, Bauer 5, Spohn 3, Kubitschek, Conrad, Karpstein Möller 3. Trainer: Marc Nagel.

 

TV Emsdetten: Madert, Behrens, Komendant, Krings 7, Franke 5, Terhaer, Pröhl, Steffen, Dräger, Wesseling 1, Adams 3, Kropp 1 Gretarsson 1, Pöhle 7/4. Trainer: Daniel Kubes.


"Rote Teufel" und Longhorns neue Partnervereine

Die SG Leutershausen und die American Footballer der Weinheim Longhorns gehen ab sofort gemeinsame Wege und arbeiten als neue Partnervereine zusammen.

 

Unter dem Motto „Stronger together“ möchten beide Clubs sich nun intensiver austauschen, gemeinsame Aktionen starten und dadurch eine größere Aufmerksamkeit für beide Sportarten gewinnen.

 

„Als die Anfrage der Longhorns kam, war ich zunächst einmal überrascht aber von Anfang an sehr positiv gestimmt“, so SGL-Geschäftsführer Reimar Bezzenberger, „die Jungs sind sehr engagiert und ich bin zuversichtlich, dass wir in der Zukunft gemeinsam einige gute Projekte auf die Beine stellen können.“

 

Die Herrenmannschaft der Longhorns spielt aktuell in der Regionalliga Süd-West und wird von Headcoach Sven Gloss trainiert. 

 

Tobias Kleine-Nathland, Marketing-Leiter der Longhorns: „Es gibt hier an der Bergstraße und in der Rhein-Neckar-Region einige sehr ambitionierte Mannschaften, aus welcher Sportart auch immer  — und jeder macht so ein bisschen sein eigenes Ding. Warum also nicht die Kräfte bündeln und sich gegenseitig unterstützen? Es gewinnt jeder: die Vereine, die Sportler, die Fans.“

 

Das nächste Heimspiel der Longhorns ist am 11. Juni um 15.30 Uhr im Weinheimer Sepp-Herberger-Stadion gegen die Pforzheim Wilddogs. Weitere Informationen gibt es unter www.weinheim-football.de 

 

 

Die SGL trifft bereits am Samstagabend um 20 Uhr in der Heinrich-Beck-Halle auf den TV Emsdetten — Karten gibt es unter sg-leutershausen.de/tickets oder an der Abendkasse.

 


Das "wichtigste Spiel" gegen den TV Emsdetten

Damit hatte an der Bergstraße wohl kaum jemand gerechnet. Als „klarer Außenseiter“ betitelte man sich bei der SG Leutershausen vor dem großen Derby bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim in der 2. Handball-Bundesliga, von einem „Bonusspiel“ sprach die Vereinsführung. Damit hatten die Verantwortlichen auch irgendwie Recht, denn viel hatten die „Roten Teufel“ nicht zu verlieren — und sorgten schließlich für die große Überraschung: Die SGL spielte am Mittwochabend in der Friedrich-Ebert-Halle gut mit, agierte in der Schlussphase cleverer — und sicherte sich in einer umkämpften Partie am Ende den verdienten 27:24-Derbysieg.

 

In der Offensive zog man das Spiel geduldig auf. Die drei Junioren-Nationalspieler der SGL spielten die Angriffe mit völliger Ruhe. Philipp Bauer — eine Ex-Eule — führte auf der Mitte überragend Regie. Valentin Spohn ließ die Friesenheimer Abwehr mit seinen Unterarm-Würfen verzweifeln. 2,07-Meter-Hüne Stefan Salger nagelte den Harzball auch bei drohendem Zeitspiel an TSG-Schlussmann Kevin Klier vorbei. Von einer „überragenden Mannschaftsleistung“ sprach Uli Roth, Sportlicher Leiter der SGL. In der Defensive musste man ab der 25. Minute Abwehrchef Matthias Conrad ersetzen, doch Salger und Jonas Kupijai — ebenfalls eine Ex-Eule — zeigten absoluten Willen und ließen über die Mitte nur wenig zu. In der Schlussphase konnten dann erstmals auch die Torhüter Alexander Hübe und Moritz Mangold mit Paraden ihrem Team helfen, die „Eulen“ wurden nervöser, ließen letztendlich zu viele Chancen liegen — und verspielten zwei ganz wichtige Punkte um den Aufstieg.

 

Diese Zähler hat nun die SGL verbucht. Gefeiert wurde aber nur kurz, Cheftrainer Marc Nagel warnte: „Diese Punkte bringen uns nur weiter, wenn wir am Samstag nachlegen.“ Dann kommt um 20 Uhr der TV Emsdetten in die Heinrich-Beck-Halle. Nagel: „Diese Punkte brauchen wir unbedingt.“ Roth spricht sogar von dem „wichtigsten Spiel der Saison“. Gerade deshalb hoffen die Verantwortlichen und die Mannschaft auf eine volle Halle mit guter Stimmung. „Es geht jetzt um alles, jedes Spiel ist ein Endspiel, diese Liga ist so eng, wir brauchen die Unterstützung unserer Fans — zu Hause müssen wir unsere letzten zwei Spiele gewinnen.“ 

 

Durch den Sieg schob sich die SGL wieder auf den rettenden 16. Platz an der HSG Konstanz vorbei. Nun kommt also Emsdetten. Der TVE rangiert aktuell auf dem neunten Platz, hat aber gerade einmal drei Zähler mehr als die SGL auf dem Konto. Trainiert wird die Truppe von Daniel Kubeš, der neben dem TVE auch die tschechische Nationalmannschaft coacht. „Leutershausen ist sehr heimstark“, sagt er, „wir müssen unser bestes Niveau spielen, um überhaupt eine Chance auf Punkte zu haben.“ Klar ist aber auch: Sollte der TVE am Samstag als Sieger vom Platz gehen, ist der Klassenerhalt so gut wie gesichert. 

 

 

Doch da möchte die SGL noch ein Wörtchen mitreden. „Diese 60 Minuten werden uns alles abverlangen“ weiß auch Nagel. Doch der ehemalige Nationalspieler weiß auch, wen die SGL zuletzt alles im eigenen Wohnzimmer geschlagen hat…


SGL-Fanbus nach Konstanz

Der SGL-FANBUS fährt nach Konstanz. Jetzt heißt es: Alle Kräfte mobilisieren, es geht ab in den Süden. Sichert Euch schnell die Plätze, es geht um ALLES, wir machen den Bus voll — das ist Abstiegskampf pur, die Jungs brauchen Eure Unterstützung.

 

Gegner? HSG Konstanz

Datum? Samstag, 27. Mai

Wann? Abfahrt 15 Uhr, Spielbeginn 20 Uhr

Kosten? 20 Euro

Dabei sein? Anmeldung in der Geschäftsstelle (0621/9595215 oder kontakt@sg-leutershausen.de)

 

 

Meldet Euch an, in Konstanz erwartet uns ein ganz heißes Duell — es lohnt sich!


SGL feiert furiosen Derbysieg

Leutershausen steht Kopf. Die SG Leutershausen sorgt in der 2. Handball-Bundesliga für die Überraschung und schlägt die TSG Ludwigshafen-Friesenheim im umkämpften Derby in der Friedrich-Ebert-Halle mit 27:24 (11:13).

 

„Das war eine unglaubliche Mannschaftsleistung heute“, so Uli Roth, Sportlicher Leiter, „wir haben überragend gekämpft und am Ende hier verdient die Punkte mitgenommen — das war unfassbar wichtig, obwohl es das Bonusspiel war.“

 

Und die Partie begann ausgeglichen. Nach fünf Minuten waren die Hausherren erstmals in Überzahl, Stefan Salger kassierte die erste Zeitstrafe der Partie. Ausnutzen konnten dies die „Eulen“ nicht wirklich: 2:4 (8.), die „Roten Teufel“ im Rückstand. Doch die SGL spielte gut mit, vor allem der junge Philipp Bauer — noch vor zwei Jahren für die TSG aktiv — sorgte für Unruhe in der Friesenheimer Deckung. So war es auch der Junioren-Nationalspieler der nach zwölf Minuten zum 5:5-Ausgleichstreffer traf. Danach kam der Friesenheimer-Schlussmann Kevin Klier so langsam aber sicher in die Partie, SGL-Torhüter Alexander Hübe bekam dagegen noch keine Hand an den Ball. Cheftrainer Marc Nagel reagierte, brachte den jungen Moritz Mangold (18.), dennoch konnte sich die TSG erstmals mit 10:7 absetzen (22.). Die Begegnung blieb noch bis fünf Minuten vor der Halbzeit offen, doch dann ging Abwehrchef Matthias Conrad zu motiviert in einen Zweikampf mit Gunnar Dietrich — sah die Rote Karte (25.), die SGL entscheidend geschwächt. Doch bis zur Halbzeit zeigten die Jungs von der Bergstraße Moral, verkürzten bis zum Pausenpfiff auf 11:13.

 

Kurz nach der Pause drehte dann ein weiterer Junioren-Nationalspieler auf. Valentin Spohn hielt die SGL mit seinen Unterarm-Würfen aus dem Rückraum in Schlagdistanz. Doch in der Abwehr lief es weiterhin nicht rund. Conrads Ausfall machte sich bemerkbar, hinter der Leutershausener Defensive bekam weder Hübe noch Mangold ein Hand an den Ball. Aber mehr als ein Drei-Tore-Vorsprung konnten sich die „Eulen“ bis zur 43. Minute nicht rausspielen, die Partie blieb also offen. Gut zwölf Minuten vor Spielende gelang Spohn der 21:21-Ausgleich, Bauer der 22:21-Führungstreffer (50.). Die letzten fünf Minuten waren dann an Dramatik nicht zu überbieten. Die SGL brachte die Führung diesmal abgezockt über die Bühne, spielte cool und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Salger, Spohn und Bauer behielten die Nerven, Hübe entschärft einen Siebenmeter. Die Halle bebt, Friesenheim verlor am Ende die Nerven. Die "Roten Teufel" machen es wie im Hinspiel und feiern den zweiten Derbysieg der Saison. 

 

Cheftrainer Nagel nach der Partie: „Natürlich bin ich überglücklich, das waren zwei Punkte, die wir auf keinen Fall eingeplant hatten. In der zweiten Halbzeit wurde es dann ein richtiges Derby, ein Kampfspiel, Valentin Spohn hat dann die einfachen Tore gemacht, Moritz Mangold wurde im Tor immer wichtiger. Das wichtigste Spiel der Saison folgt aber nun gegen Emsdetten.“

 

Matthias Conrad: „Es ist unfassbar schwer, so ein Spiel dann noch von Außen anschauen zu müssen. Es ist unglaublich, was die Jungs hier auf die Platte gebracht haben. Wahnsinn.“

 

SG Leutershausen: Hübe, Mangold — Wetzel (1), Salger (4), Räpple (5/5), Kupijai (1), Ruß (3), Bauer (4), Spohn (6), Kubitschek, Conrad, Karpstein, Möller. 

 

Strafminuten: Salger (4), Kubitschek (4), Wetzel (4), Conrad (Rote Karte)

 

 

Zuschauer: 2250

BWT und SGL intensivieren ihre Zusammenarbeit

Die SG Leutershausen stellt die Weichen für die Zukunft und freut sich mit der BWT Wassertechnik, Schriesheim, einen Sponsor-Partner gefunden zu haben, der voll hinter den Zielen der SGL steht und die Unterstützung weder zeitlich noch von der Spielklasse abhängig macht. 

 

Uli Roth, Sportlicher Leiter der SGL: „Wir waren lange auf der Suche nach einem neuen Hauptsponsor, jetzt haben wir endlich einen tollen Partner gefunden, der zudem noch direkt aus der Nachbarschaft kommt. Wir sind sehr glücklich, dass unser Konzept mit vielen jungen Spielern angenommen wird.“

 

Lutz Hübner, Geschäftsführer der BWT: „Wir freuen uns auf die intensivere Zusammenarbeit mit der SGL und identifizieren uns mit den Zielen dieser dynamischen Handballmannschaft sehr! Der Schwerpunkt, sich immer wieder neu mit jungen Spielern beweisen zu müssen, ist vorbildlich und ein stückweit in dieser Klasse einmalig. Die SGL beweist auch die gesellschaftspolitische Verantwortung für junge Menschen und schaut damit deutlich über den Tellerrand des Handballspielens hinaus.“

 

 

Am Mittwochabend steigt in der 2. Handball-Bundesliga um 19.30 Uhr das Derby bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim (Friedrich-Ebert-Halle), am Samstagabend steht zudem das nächste Heimspiel gegen den TV Emsdetten (20 Uhr, Heinrich-Beck-Halle) an.

 


SGL verliert in Lübbecke

Der TuS N-Lübbecke macht die Meisterschaft in der 2. Handball-Bundesliga perfekt. Ein Sieg gegen die SG Leutershausen war dafür noch nötig. Der wurde gestern Abend in der Lübbecker Merkur-Arena eingefahren. Und zwar eindrucksvoll. Die „Roten Teufel“ unterliegen beim Bundesliga-Aufsteiger deutlich mit 17:33 (7:17)
Cheftrainer Marc Nagel nach der Partie: „Das haben wir uns natürlich anders vorgestellt, wir sind aber auch so realistisch, dass wir wissen, dass wir in der momentanen Verfassung hier nicht so einfach erfolgreich auftreten können. Lübbecke hat heute keinen  Gang zurückgeschaltet, dann kommt so ein Ergebnis zustande.“
Dass die Auswärts-Aufgabe in Lübbecke kein Zuckerschlecken wird, das zeigte sich bereits in den ersten Minuten. Die Hausherren wirkten frischer, zielstrebiger, aggressiver. Fünf Chancen, fünf Tore. 0:5 lag die SGL bereits nach vier Minuten im Hintertreffen, die „Roten Teufel“ fanden keinen Zugriff — Nagel brachte Junioren-Nationalspieler Valentin Spohn in die Partie. Für den ersten SGL-Treffer sorgte dann aber Christopher Räpple nach sieben Minuten vom Siebenmeterstrich. Der junge Moritz Mangold begann im SGL-Kasten, bekam aber keine Hand an den Ball — Alexander Hübe ersetzte ihn nach zehn Minuten. 3:8 lag man da bereits zurück, Nagel zog die Reißleine. Auszeit. Besser wurde es nicht. Eher schlechter. In Zahlen: 3:10 nach einer Viertelstunde. 5:15 nach 20 Minuten — 7:17 zur Halbzeit. Nahezu jeder Angriff des TuS endete erfolgreich. 
Auch unmittelbar nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig. Die Bergsträßer fanden kein Mittel. Ganz anders die Hausherren: Lübbecke zündete ein Feuerwerk, es gelang alles, der Klassenprimus wollte die Meisterschaft unbedingt vor heimischer Kulisse perfekt machen. Und der SGL-Rückstand wuchs weiter. Als von der Anzeigetafel zwanzig Minuten vor Abpfiff 9:23 aus Sicht der SGL leuchtete, da ging es bereits nur noch um Schadensbegrenzung. Denn doppelt bitter: Im Abstiegskampf kann am Ende auch das Torverhältnis zum Faktor werden. Hübe bekam in der zweiten Halbzeit zumindest sporadisch die Hand an den Ball und auch Mangold durfte sich noch einmal als SGL-Schlussmann beweisen. Am Spielstand änderte sich aber nicht mehr viel. Am Ende standen lediglich 17 Tore auf dem SGL-Konto, letztendlich waren die „Roten Teufel“ über die gesamte Dauer des Spiels chancenlos.
TuS-Trainer Aaron Ziercke: „Das hat mir heute natürlich sehr viel Spaß gemacht, wir haben Vollgas gegeben. Wir waren sehr beweglich, die Jungs haben heute wirklich alles rausgehauen und das Spiel sehr seriös runter gespielt — und uns am Ende in einen Rausch gespielt.“ Nagel: „Das war hochverdient, das spricht für die Qualität von Lübbecke. Heute hat man gemerkt, dass der Respekt bei uns sehr groß war, der Mut hat gefehlt, dazu kam dann die Hilflosigkeit. Jetzt ist es meine Aufgabe das zu ändern.“
Für die Jungs von der Bergstraße heißt es jetzt nach vorne schauen: Schon kommenden Mittwoch steht die nächste schwere Aufgabe an: Derby bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim
SG Leutershausen: Hübe, Mangold — Spohn (5), Bauer (2), Ruß, Räpple (5/5), Kupijai (2), Kubitschek (1), Karpstein, Conrad, Möller (2).
Strafminuten: Kupijai (2)
Zuschauer: 1763

Furios: SGL schlägt Eisenach

Es bleibt dabei. Zuhause ist die SG Leutershausen eine Macht. Am Samstagabend besiegten die „Roten Teufel“ den ThSV Eisenach in der 2. Handball-Bundesliga in der Heinrich-Beck-Halle vor 650 Zuschauern furios mit 26:19 (15:9)

 

„Wir waren heute wieder bereit in der Deckung alles zu geben. Außerdem haben wir das im Angriff auch ohne Linkshänder gut gelöst“, so SGL-Cheftrainer Marc Nagel, „wir sind toll aus der Halbzeit gekommen, konnten erhöhen — das war heute eine ganz starke Mannschaftsleistung.“

 

Beide Teams schenkten sich nichts, es wurde um jeden Zentimeter verbissen gekämpft. Die „Roten Teufel“ mussten den gesperrten Stefan Salger ersetzen. Das gelang in der Anfangsphase eindrucksvoll in Person von Jonas Kupijai — drei der ersten vier SGL-Tore gingen auf das Konto des Rückraum-Hünen (4:2 nach 10.). Alexander Hübe zeigte sich wie so häufig als sicherer Rückhalt, Nagel setzte wie schon die vergangenen Partien auf die Variante im Angriff mit zwei Kreisläufern, ließ Marcel Möller und Alexander Kubitschek zeitgleich vor Eisenachs Tor wirbeln. Als Niklas Ruß zehn Minute vor der Halbzeit auf 9:6 erhöhte, zog Gästetrainer Christoph Jauernik erstmals die Reißleine, nahm die Auszeit. Doch danach ging es schnell: Ruß, Gegenstoß, Tor. Parade Hübe, Tor Valentin Spohn — und plötzlich stand es 12:6 (23.), Jauernik nahm die nächste Auszeit. Als es vor der Halbzeit dann nochmal drohte eng zu werden, drehte Spohn auf, zündete eine Rückraum-Fackel nach der anderen — und netzte schließlich auch mit der Halbzeitsirene zum 15:9-Pausenstand. Nagel: „Da hatte ich schon Gänsehaut, das ist eine Klasse für sich.“

 

Und die SGL machte dort weiter, wo sie in der ersten Halbzeit aufgehört hat, brannte förmlich ein Feuerwerk ab. Gerade einmal drei Minuten waren in Spielhälfte zwei absolviert, da stand es bereits 17:9. Eisenach deckte den gefährlichen Spohn nun offensiver, dann traf eben Kupijai. Nagel war durch Möllers Verletzung gezwungen, im Angriff nur noch mit einem Kreisläufer zu agieren, auf Rechtsaußen kam dafür Mark Wetzel in die Partie. Eisenach verkürzte Tor um Tor, die SGL leistete sich zu viele technische Fehler. Zwanzig Minuten vor Schluss kam noch einmal Unruhe in der Heinrich-Beck-Halle auf, es stand nur noch 19:15. Es wurde hektischer, die Aktionen ruppiger, die Gäste aus dem Osten konnten sogar noch auf 21:17 verkürzen (47.). Doch immer als es wirklich brenzlig wurde, war Schlussmann Hübe im SGL-Kasten zur Stelle. Im Angriff zeigte Mittelmann Philipp Bauer einen überragenden Auftritt, erfolgreichster Werfer auf Seiten der „Roten Teufel“ war aber Spohn mit sieben Treffern, am umjubelte 26:19-Heimsieg konnten die Eisenacher nichts mehr ändern. 

 

„Leutershausen hat heute verdient gewonnen. Wir hatten uns zwar viel vorgenommen, viel versucht. Trotz der vielen Zeitstrafen haben wir einfach zu viel aus dem Rückraum zugelassen“, resümierte Gäste-Trainer Christoph Jauernik, „in der zweiten Halbzeit wollten wir die SGL nochmal vor neue Aufgaben stellen — das hat zunächst auch geklappt. Am Ende hat heute aber einfach etwas gefehlt.“

 

SG Leutershausen: Hübe (11 Paraden), Mangold — Wetzel, Zahn, Räpple (3/2), Kupijai (5), Ruß (3), Bauer (6), Spohn (7), Kubitschek (1), Conrad, Karpstein, Möller (2).

 

ThSV Eisenach: Gorobtschuk (8 Paraden), Redwitz — Iffert, Streckhardt, Wöhler, Gerlich (5), Miljak (4), Hansen, Urban (1), Richardt (1), Heinemann, Lielais (5), Niemeyer (1), Weyhrauch (2). 

 

Strafminuten: Kubitschek (2) — Gerlich (2), Miljak (4), Hansen (4), Niemeyer (2)

 


SGL schrammt an einer Sensation in Bietigheim vorbei - und legt Protest ein

Die SG Leutershausen schrammt nur knapp an einer Sensation vorbei. In der 2. Handball-Bundesliga verlieren die „Roten Teufel“ vor 1033 Zuschauer in der Viadukt-Halle gegen die SG BBM Bietigheim mit 24:25 (15:12).

 

Cheftrainer Marc Nagel blieb seiner Linie treu, setzte in seiner Anfangsformation wie schon gegen den TV Hüttenberg auf die Variante mit zwei Kreisläufern, Marcel Möller und Alexander Kubitschek wirbelten von Beginn an im Angriff. SGL-Rückraumschütze Stefan Salger wurde zwar von der Bietigheimer Deckung offensiv angegangen, für die Tore sorgte aber ein anderer: Jonas Kupijai bekam das Vertrauen von Nagel, erzielte die ersten drei Treffer der Partie im Alleingang — die SGL war im Spiel, führte nach fünf Minuten mit 3:2. Im Tor begann zudem nicht wie erwartet der noch am Freitag überragende Alexander Hübe. Nein, der junge Moritz Mangold bekam die Chance, erwies sich in der Anfangsphase als sicherer Rückhalt. Parade Mangold, vorne trifft Mittelmann Phillip Bauer zur 5:2-Führung — es lief ungewöhnlich gut für die „Roten Teufel“.

 

Die Anfangseuphorie war dann nach einer knappen Viertelstunde langsam aber sicher verflogen. Die Hausherren kämpften sich zurück in die Partie, glichen zum 7:7 aus — Nagel merkte das, nahm die Auszeit, rief seine Jungs zusammen. Die Begegnung blieb zwar knapp, Bietigheim konnte aber zwischenzeitlich die Führung übernehmen, technische Fehler auf Seiten der Gäste waren der Grund. 10:10, 11:11, 12:12 — die Partie entwickelte sich nach einem Muster, so richtig absetzen konnte sich keine der beiden Mannschaften. Zudem wurde Mangold im Kasten der „Roten Teufel“ immer mehr zum Faktor, entschärfte reihenweise die Würfe der Bietigheimer, traf sogar direkt in den Kasten der Hausherren. Es lief einfach: Die SGL ging mit einer 15:12-Führung in die Kabine. 

 

Nach der Pause hieß es: Lange Angriffe, klare Torchancen herausspielen. Das klappte zunächst. Bis zum Zeitspiel reizten die „Roten Teufel“ fast jeden Offensiv-Zug aus, wählten dann clever die Aktionen zum Tor. Vorne traf Salger gegen den Zwei-Mann-Block, hinten stand die Abwehr weiter stabil. Auch nach 40 Minuten leuchtete noch eine 16:19-Führung für die „Roten Teufel“ von der Anzeige. Dann wurde es enger, Bietigheim holte Tor um Tor auf, Nagel brachte den erfahrenen Hübe in die Partie — und der knüpfte an die Gala-Form an (21:18 nach 47. Minuten). Die letzten zehn Minuten waren an Hektik kaum zu überbieten. Fünf Minuten vor Schluss flog Salger mit blauer Karte vom Feld, jede Aktion der Schiedsrichter wurde vom aufgeheizten Publikum lautstark beurteilt. Dann die letzte Minute: Bietigheim erzielt den 25:24-Siegtreffer, neun Sekunden noch auf der Uhr. Alexander Kubitschek möchte den Anwurf schnell ausführen, wird dabei klar umgerissen — das Spiel läuft einfach weiter. Und dann ist Schluss. Niederlage. Knock-Out. Die SGL hat direkt nach der Partie gegen die letzte Aktion Einspruch eingelegt. 

 

 

Der starke Mangold nach der Partie: „Das ist natürlich sehr bitter, wir führen in der zweiten Halbzeit sehr lange. Wir haben Bietigheim am Ende zu viel Freiraum gegeben.“ Cheftrainer Nagel ergänzte:  „So ein Spiel hat einen Sieger verdient und eben auch einen Verlierer. Bietigheim wollte unbedingt, bei uns hat ein bisschen der Biss am Ende. Aber Kompliment an meine Mannschaft: Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass wir nach diesem Freitagsspiel gegen Hüttenberg so eine Leistung auf die Platte zu bringen.“

 

SG Leutershausen: Hübe, Mangold (1) — Salger (5), Räpple (1/1), Kupijai (3), Ruß, Bauer (4), Spohn (6), Kubitschek, Conrad, Karpstein, Möller (4). 

 

Strafminuten: Kubitschek (2), Ruß (2), Conrad (2), Kupijai (2), Salger (blaue Karte)


Die Heinrich-Beck-Halle tobt: Die SG Leutershausen „putzt“ Aufstiegskandidat TV Hüttenberg 25:17 (12:10)

 

Wenn ein Spiel gute Voraussetzungen für volle Engagement beider Teams mit sich brachte, dann dieses: Die SG Leutershausen mit dem festen Willen, sich im Abstiegskampf Luft zu verschaffen, der TV Hüttenberg auf Punktejagd, um einen Aufstiegsplatz für die erste Liga zu ergattern. Foto: Steffen Hoffmann

 

(rkü) Die Hessen - aufgrund ihrer erheblich besseren Tabellenposition eindeutig mit dem Favoritenstatus ausgestattet - verpatzen aber den Start, oder besser: Sie finden kein Mittel gegen die glänzend eingestellten Gastgeber, die nicht nur in Sachen Agilität den Gästen das Wasser reichen können, sondern darüber hinaus mit dem wieder genesenen Alexander Hübe auf einen echten Rückhalt im Tor zählen dürfen. Allein in den ersten 20 Minuten pariert der Schlussmann zehn Bälle. „Er muss eine Quote von 60 Prozent gehabt haben“, analysiert TVH-Trainer Adalsteinn Eyjolfsson hinterher. „Aber auch sonst: Leutershausen hat einfach clever gespielt, was ich von uns heute nicht behaupten kann.“ Die Roten Teufel agieren diesmal von Beginn an so variantenreich und durchsetzungsfreudig, dass sie die Stärke in der Defensive auf der Anzeigetafel in ein zählbares Ergebnis ummünzen können. Bis Minute zwanzig erarbeiten sie sich einen 10:7-Vorsprung und nehmen dann auch die härtere Gangart der Gäste an. Zwar schmilzt der Vorsprung zunächst, trotzdem geht mit einer Führung in die Pause: Valentin Spohn täuscht an, spielt zu Philipp Bauer, der lässt zwei Hüttenberger aussteigen, gibt ab zu Alexander Kubitschek, der sich am Kreis nochmal gegen zwei Gegner durchsetzt - zwei Sekunden vor der Sirene steht es verdient 12:10. „Das war ein ganz wichtiges Tor“, so Marc Nagel, der von Beginn an mit zwei Kreisläufern spielen ließ. „Meine Mannschaft hat heute nie an sich gezweifelt, immer das Eins-gegen-eins gesucht. Es ist nicht selbstverständlich, dass eine Mannschaft, die mehrere Spiele in Folge verloren hat, so auftritt und so an sich glaubt. Riesenkompliment.“ An die 650 Leutershausener Fans feiern bereits zur Halbzeit, während der Hessen-Fanblock mit gut 70 Fans immer ruhiger wird: „Die schlechteste Saisonleistung“, knurrt einer von ihnen. Vom Aufstiegskampf haben sie sich mehr versprochen: „Das wird hoffentlich gleich besser.“

 

Wird es aber nicht: Der Beginn der zweiten Hälfte ist ein Abklatsch der ersten. Hübe eine Bank im Tor der Bergsträßer, die Offensive agil wie zuvor, allein Niklas Russ netzt zwei Mal von Linksaußen ein. Die Stimmung in der Halle so gut wie selten zuvor in dieser Saison. Der Lohn: Die erste Vier-Tore-Führung nach 37 Minuten: 16:12. Hüttenbergs Coach Adalsteinn Eyjolfsson zieht bereits die grüne Karte, doch die Wirkung verpufft. Und die SGL gibt weiter Vollgas, liefert Highlights im Minutentakt: 39. Minute, 17:12, Spohn trifft. Wieder zwei Paraden von Hübe. 41. Minute: Siebenmeter für Leutershausen - Räpple legt den Ball gewitzt über den Torwart hinweg ins Tor, 18:12. Und so geht es weiter. Dagegen muss Hüttenberg volle zehn Minuten auf ein Tor warten: Erst nach 44 Minuten trifft Daniel Wernig zum 19:13 - da ist das Spiel schon fast entschieden. Leutershausen spielt aber weiter wie im Rausch. Die Truppe von Marc Nagel baut die Führung auf acht Tore aus, die Heinrich-Beck-Halle wird zum Tollhaus - und alle taktischen Kniffe Hüttenbergs bringen nichts mehr. Die Roten Teufel gewinnen 25:17. Und zum Ende gibt sich TVH-Trainer Eyjolfsson vollends als fairer Verlierer: „Hut ab vor eurer Leistung, mit unserer bin ich unzufrieden, aber das zählt nicht: Eure Freude ist heute wichtiger als unsere Enttäuschung.“

 

Info
Nächstes Spiel der SG Leutershausen: Sonntag, 23. April, 17 Uhr, zu Gast bei der SG BBM Bietigheim.

 

SG Leutershausen: Hübe (Paraden: 17), Mangold 1 (Paraden: 2), Salger 7, Räpple 3/3, Kupijai, Russ 4, Bauer 3, Spohn 5, Kubitschek 1, Conrad, Karpstein, Möller 1.

 

TV Hüttenberg: Ritschel (Paraden: 1), Schomburg (Paraden: 2), Stefan 3, Sklenak, Wörner, Lambrecht, Wernig 5/2, Rompf 1, Zörb, Fernandes, Johannsson 4, Roth 3, Mappes, Hofmann 1, Semmelroth.


SGL erhält Zweitliga-Lizenz

Heute wurde es offiziell bekannt gegeben: Die SG Leutershausen hat die Lizenz für die 2. Handball-Bundesligasaison 2017/2018 offiziell erhalten. Das entschied am Donnerstagnachmittag die Lizenzierungskommission

 

Alle verbleibenden Zweitligisten bekamen die Lizenz, einzig der abstiegsbedrohte HC Empor Rostock mit einer aufschiebenden Bedingung. 

 

Uli Roth, Sportlicher Leiter der SGL: „Wir freuen uns natürlich sehr, dass wir die wirtschaftlichen Weichen für die Zukunft gestellt haben und gut gerüstet sind. Nun wollen wir uns auch sportlich beweisen und die Klasse halten.“

 

Schon am morgigen Freitag geht es für die „Roten Teufel“ weiter. Um 20 Uhr empfängt man den TV 05/07 Hüttenberg in der Heinrich-Beck-Halle. Durch den Doppelspieltag steht die nächste Partie dann schon am Sonntag um 17 Uhr bei der SG BBM Bietigheim an.

 

 

Karten gibt es an der Abendkasse oder unter sg-leutershausen.de/tickets

 


SGL unterliegt auch Dessau

 

Die SG Leutershausen hat das Auswärtsspiel in der 2. Handball-Bundesliga beim Dessau-Roßlauer HV 06 mit 17:24 (7:12) verloren. Die „Roten Teufel“ mussten sich in der Anhalt-Arena vor 1221 Zuschauern geschlagen geben und erwarten nun den TV Hüttenberg in der Heinrich-Beck-Halle.

 

Die SGL verschlief den Start. Lediglich sechs Minuten waren gespielt und schon lief man einem 1:4-Rückstand hinterher. Dessau holte mit Franz Semper einen jungen Shooter zurück, eigentlich läuft Semper schon in der DKB Handball-Bundesliga für Leipzig auf, besitzt aber ein Zweitspiel-Recht für den DRHV. Der Linkshänder traf aus allen Lagen, die SGL-Deckung stand zu passiv. Nach 14 Minuten waren auf dem SGL-Konto lediglich drei Tore verbucht.

 

Das Resultat: ein 4:10-Rückstand nach 20 Minuten. Der angeschlagene Mittelmann Christopher Räpple kam in die Partie. Moritz Mangold hütete zudem den Kasten, sorgte mit einigen Paraden für Positiv-Erlebnisse. Im Angriff klappte aber nicht viel, man erzielte lediglich sieben Tore in der ersten Halbzeit — gefrustet ging es mit 7:12 in die Kabine. 

 

Treffsicher zeigte sich auf Seiten der Bergsträßer einzig Valentin Spohn, der auch das erste Tor der zweiten Halbzeit erzielte. Am Ende war er mit sieben Treffern erfolgreichster SGL-Torschütze. Niklas Ruß verkürzte zum 9:12 (32.). Danach kamen wieder technische Fehler hinzu, Ballverluste häuften sich — Dessau zog auf 10:17 davon (40.). Die SGL fand kein Mittel, um die Defensive der Hausherren zu überwinden. Stefan Salger prallte beim Tempogegenstoß auf die Dessauer-Deckung, blieb regungslos liegen und musste verletzt vom Feld (51.), die SGL hatte also ab diesem Zeitpunkt nur noch einen einsatzfähigen Feldspieler auf der Bank.

 

Cheftrainer Marc Nagel nach der Partie: „Der Sieg für Dessau war hochverdient. Direkt nach der Halbzeit konnten wir ein bisschen Spannung aufkommen lassen — sonst hatten wir keine Chance. Das ganze Konzept ist leider wegen der Personalsituation zusammengebrochen. Wir rackern jede Woche, müssen jetzt die Köpfe hoch nehmen und alles Mögliche für den Klassenerhalt tun.“

 

DRHV-Trainer Uwe Jungandreas: „Wir standen schon ein bisschen unter Druck. Heute haben wir absolute Nervenstärke bewiesen, eine sehr ordentliche aggressive Deckung gespielt. Stefan Salger und Valentin Spohn sind sicherlich mit das Beste, was die zweite Liga auf den Halbpositionen zu bieten hat — die hatten wir gut unter Kontrolle. Ich bin sehr zufrieden.“

 

SG Leutershausen: Hübe, Mangold (ab 12. bis 38.) — Räpple, Kupijai, Spohn (7), Salger (4), Ruß (2), Bauer (4), Conrad, Karpstein, Möller.

 

Strafminuten: Kubitschek (4), Kupijai (2) Ruß (2), Conrad (2)

 

 

Zuschauer: 1221

 


SGL verliert in Hamm

Es war ein Abend zum Vergessen. Eigentlich wollte die SG Leutershausen in der 2. Handball-Bundesliga beim ASV Hamm-Westfalen gut mitspielen. Die Westfalen waren schließlich 17. der Tabelle. Von Abstiegskampf war die Rede. Eventuell wollte man den ASV ärgern, endlich mal wieder auswärts punkten. Man hatte sich viel vorgenommen. Nur wenig klappte: Der Auftritt in der WESTPRESS-Arena vor 1668 Zuschauern wurde zu einem Debakel. Die „Roten Teufel“ kehren mit einer 19:31 (8:17)-Niederlage im Gepäck aus Hamm zurück. 

 

Schon auf dem Spielberichtsbogen sah es vor der Partie spärlich aus. Auf der Seite der SGL waren lediglich elf Namen verzeichnet. Spielmacher Christopher Räpple fehlte aufgrund von Krankheit, auch Sascha Pfattheicher war erkrankt, konnte nicht mitreisen. Dass zudem Mark Wetzel und Marlon Lierz den „Roten Teufeln“ noch länger fehlen, machte die Auswahl für SGL-Cheftrainer Marc Nagel nicht größer. Einzig positiv: Schlussmann Alexander Hübe meldete sich soweit wieder fit, hütete den SGL-Kasten von Beginn an. 

 

Die Marschroute war klar: Niklas Ruß sollte den ASV-Angriff auf der vorgezogenen Deckung früh stören. Das klappte. Dahinter war Hübe zur Stelle, entschärfte in der Anfangsphase drei Würfe der Heim-Schützen, hielt die SGL damit im Spiel. Die technischen Fehler im SGL-Angriff häuften sich aber, die Hausherren bestrafen dies konsequent mit schnellen Gegenstößen. Das Resultat: ein 2:5-Rückstand (10.), Nagel nahm die Auszeit. Besser wurde es nur bedingt: Im Angriff fielen in dieser Phase zwar die Tore. Marvin Karpstein von Außen (11.) und Valentin Spohn aus dem Rückraum (13.) — die Abwehr blieb aber weiterhin instabil, die ASV-Schützen tauchten immer wieder frei vor Hübe auf. Und dennoch: Lediglich sechs SGL-Treffer in den ersten 20 Minuten sprechen eine klare Sprache. 6:10, der Rückstand blieb, er wuchs sogar: 7:14 nach 16 Minuten — die Westfalen hatten nun bereits doppelt so viele Tore wie die Jungs von der Bergstraße erzielt. In die Halbzeit ging es mit einem 8:17-Rückstand — Ernüchterung machte sich im SGL-Lager breit. 

 

In der zweiten Spielhälfte war bereits die Luft raus. Nagel versuchte es nun mit Ruß auf der Mittelposition, ließ zudem beide Kreisläufer gleichzeitig auflaufen. Zudem setzte er auf Jonas Kupijai im linken Rückraum. Die Abläufe blieben gleich, im SGL-Spiel ging nicht viel zusammen. 12:23 lag man im Hintertreffen, da waren noch 20 Minuten auf der Uhr — und das Spiel längst entschieden. Und es wurde ganz bitter: Der ASV schaltete nach den zahlreichen Ballverlusten der „Roten Teufel“ schnell um, konterte die Bergsträßer bilderbuchmäßig aus, erzielte ein Gegenstoß-Tor nach dem anderen. Für die SGL war Spohn mit neun Treffern am erfolgreichsten — doch das änderte nichts: 19:31 leuchtete mit dem Schlusspfiff auf der Anzeigetafel. 

 

Nagel nach der Partie: „Der Sieg war natürlich sehr verdient. Bis auf den Anfang hatten wir heute eigentlich keine Chance — das ist sehr schade. Momentan fehlt uns ein bisschen der Glaube an uns selbst. Wir haben im Angriff zu viele technische Fehler gemacht, dann zu viele schnelle Gegentore bekommen.“  Auf der anderen Seite war ASV-Trainer Stephan Just mehr als zufrieden, er strahlte förmlich: „Wir haben heute von Anfang an gezeigt, dass es für Leutershausen sehr schwer wird. In der zweiten Halbzeit haben wir kein Stück zurückgesteckt — im Abstiegskampf muss man das so machen. Valentin Spohn konnten wir nicht ganz ausschalten, obwohl wir in der Abwehr sehr aggressiv gedeckt haben — das war eine perfekte Mannschaftsleistung.“ Uli Roth, Sportlicher Leiter der SGL, warnte: „Die Mannschaft muss jetzt den Abstiegskampf annehmen, hart an sich arbeiten und mit vollem Einsatz in die nächsten Spiele gehen.“ Denn schon am kommenden Donnerstag gastiert man beim Dessau-Roßlauer HV

 

SG Leutershausen: Hübe, Mangold (21-25. und ab 36.) — Salger (3), Kupijai, Ruß, Bauer (2), Spohn (9), Kubitschek (1), Conrad, Karpstein (3/2), Möller (1). 

 

Strafminuten: Bauer (2), Kubitschek (2)

 

 

Zuschauer: 1668

 


Großer Kampf gegen Rimpar

Den ersten Schock mussten die „Roten Teufel“ schon vor dem Anpfiff verkraften. Schlussmann Alexander Hübe lag flach, war aufgrund von Krankheit gegen die DJK Rimpar Wölfe nicht einsetzbar. Der junge Moritz Mangold, 18, eigentlich noch für die A-Jugend spielberechtigt und in der Zweitliga-Mannschaft der SG Leutershausen der Ersatz für Hübe, bekam seine Chance von Beginn der Partie. So viel sei gesagt: An dem jungen Schlussmann lag es nicht, dass die SGL ihr Heimspiel vor knapp 700 Zuschauern mit 26:30 (13:15) verlor. 

 

So stand in der Heinrich-Beck-Halle von Anfang an eine richtig junge Truppe auf dem Platz. Denn neben Mangold zwischen den Pfosten bestand der gesamte SGL-Rückraum aus Junioren-Nationalspielern. Von links nach rechts: Valentin Spohn, Philipp Bauer, Stefan Salger. Letzterer zeigte sich mal wieder in Torlaune. Der 2,07-Meter-Hüne stieg mühelos hoch, brachte den Harzball in der Anfangsphase gleich zweimal im Wölfe-Kasten unter, doch die SGL-Abwehr stand noch nicht kompakt genug. In Zahlen: 4:5 nach sieben Minuten. 

 

Und am Spielverlauf änderte sich wenig: Vorne hatte man mit Spohn zwar einen sicheren Schützen, in der Defensive fing man sich aber weiterhin zu viele leichte Gegentore. Die Partie wurde hitziger, die Zuschauer emotionaler — gleichzeitig fand der junge Mangold immer besser ins Spiel und verhinderte, dass sich die Wölfe schon frühzeitig absetzen konnten. Bis zur Halbzeit hielt die SGL gut mit, Marcel Möller verkürzte vom Kreis auf 11:12 (24.), Spohn sorgte für den umjubelten 12:12-Ausgleich (27.). In die Halbzeit ging es mit einem 13:15-Rückstand. 

 

Die Wölfe kamen besser aus der Kabine, setzten mit zwei schnellen Gegenstößen ein Zeichen, erhöhten auf 14:18 (34.) — SGL-Cheftrainer Marc Nagel nahm die Auszeit. Danach Leutershausen in doppelter Überzahl. Zuerst verwirft Christopher Räpple vom Siebenmeterstrich, dann netzt Sascha Pfattheicher per Gegenstoß ins leere Tor. 16:20 (40.) das Resultat, noch immer betrug der Rückstand vier Tore. Doch zwanzig Minuten waren noch auf der Uhr, die Partie offen. 

 

Nagel versuchte es noch mit zwei Kreisläufern, Alexander Kubitschek und Möller agierten im Angriff nebeneinander — doch der Rückstand schmolz nicht. Zehn Minuten waren es schon sechs Treffer (18:24). Man kämpfte sich noch einmal heran und wurde doch zurückgeworfen. Salger kassierte durch seine dritte Zeitstrafe die Rote Karte, konnte nicht mehr in das Spielgeschehen eingreifen — Rimpar erhöhte auf das Endergebnis von 26:29. 

 

Nagel nach der Partie: „Letztendlich haben wir Rimpar bis zum Ende alles abverlangt, das war ein riesiger Kampf, aus dieser Niederlage werden wir sehr viel lernen. Die zwei Punkte für Rimpar waren natürlich verdient, wir alle wissen, dass Alexander Hübe gefehlt hat — aber nur am Anfang, dann hat Mangold aber wirklich eine super Leistung gebracht — schlussendlich war Rimpar aber über 60 Minuten konstant besser.“

 

Gästetrainer Matthias Obinger: „Wir wussten, wie schwer es hier in Leutershausen wird. Haben aber über weite Strecken ein starkes Spiel gezeigt — jetzt bin ich glücklich, dass wir gewonnen haben und am kommenden Wochenende Lübbecke zum Spitzenspiel erwarten.“

 

SG Leutershausen: Mangold (Paraden 13), Lazaro Garcia — Salger (6), Bauer (3), Spohn (6), Möller (2), Kupijai (3), Wetzel, Räpple (1), Pfattheicher (2), Kubitschek, Conrad, Karpstein, Ruß (3/2).

 

DJK Rimpar Wölfe: Wieser, Brustmann — Kraus (2), Schmitt, Schömig (3), Bötsch (3), Schäffer (1), Schmidt (7), Kaufmann (3), Siegler, Bauer (2), Brielmeier (4), Herth (2), Sauer (3). 

 

Strafminuten: Kubitschek (2), Salger (6) — Schmitt (2), Schäffer (4), Schmidt (2), Sauer (2)

 

Zuschauer: 700


SGL hält in Essen lange mit

Vor der Saison hätte man noch von einer Bonus-Partie gesprochen. Von Punkten, die für die SG Leutershausen in der 2. Handball-Bundesliga im Kampf um den Klassenerhalt nicht unbedingt eingeplant sind. Auswärts musste man ran — und dann noch bei einem richtigen Traditionsverein, einem etablierten Zweitligisten. TUSEM Essen hieß gestern Abend der Gegner, im Sportpark „Am Hallo“ trafen die Jungs von Cheftrainer Marc Nagel auf die Mannschaft, die im Schnitt die meisten Zuschauer in die heimische Halle lockt, 2166 waren es diesmal. Und vor großer Kulisse musste man sich mit 24:30 (9:14) geschlagen geben.

 

Dazu kommt: Auswärts war für die „Roten Teufel“ bisher nicht viel zu holen, lediglich in Ferndorf und Neuhausen ging man als Sieger vom Parkett. Nun könnte man meinen, dass durch die Heimsiege zuletzt gegen Ferndorf und Rostock ein wenig Ruhe eingekehrt ist. Doch vor der Partie stand die SGL nur zwei Punkte über dem Abstiegsrang. Die Tabelle so eng wie nie, von Bonus-Punkten war also keine Rede mehr, weil es auf jeden Zähler ankommt. 

 

Nagel hatte seine Jungs gut vorbereitet, ließ den TUSEM-Angriff mit Niklas Ruß auf der vorgezogenen Deckung stören. Das klappte, die Gastgeber wirkten dadurch verunsichert, die SGL-Abwehrreihe stand gut, dahinter knüpfte SGL-Schlussmann an die Form der vergangenen Wochen an — der Routinier brachte den Sportpark mit zwei schnellen Paraden kurze Zeit zum Schweigen: 2:2 nach sechs Minuten. Aber auch die „Roten Teufel“ hatten Probleme, Stratege und Regisseur Christopher Räpple wurde bei seinen Aktionen früh angegangen, Malte Seidel übernahm diese Aufgabe für den TUSEM. Die Folge: Viele Ballverluste, ein schneller 3:5 Rückstand (13.) und die Einwechslung von Mittelmann Philipp Bauer

 

Doch besser wurde es nicht. Die technischen Fehler warfen die „Roten Teufel“ zurück, der TUSEM spielte die Ballverluste schnell und gnadenlos aus. Beim Zwischenstand von 6:10 (20.) musste man aufpassen, dass der SGL das Spiel nicht aus den Händen gleitet. Einzig Marcel Möller hielt die „Roten Teufel“ mit einigen wichtigen Aktionen im Spiel, netzte in der ersten Spielhälfte bereits viermal — mit einem 9:14-Rückstand ging es in die Kabine. 

 

In den zweiten 30 Minuten konnte dann ein SGL-Shooter für die wichtigen Tore sorgen. Stefan Salger, 2,07-Meter lang, Junioren-Nationalspieler — und zudem wurfgewaltig aus dem Rückraum — am Ende war er mit sieben Treffern bester SGL-Schütze. Vorne klappte es nun, die Tore fielen, doch die eigene Abwehr war noch immer zu löchrig, zu leicht kamen die TUSEM-Schützen frei zum Wurf. Als man zwischenzeitlich die Chance hatte, auf zwei Tore zu verkürzen, schlichen sich Unkonzentriertheiten ein, die Gastgeber zogen auf 15:22 weg (40.), die Partie war entschieden.

 

Nagel nach der Partie:  „Die Niederlage war verdient. Schade, wir haben viel investiert, uns viel vorgenommen. Mit fünf Toren Rückstand in die Halbzeit zu gehen — das war zu viel. Wir haben dann noch für ein anständiges Ergebnis gekämpft. Essen musste, Essen wollte, Essen konnte.“ 

 

Und auch Uli Roth, Sportlicher Leiter, zog sein Fazit: „Die offensive Deckung hat uns überhaupt nicht gefallen, dadurch waren es zu viele technische Fehler. Aber es ist jetzt noch nichts passiert, wir müssen alle Kräfte mobilisieren und unsere Punkte zuhause holen.“

 

SG Leutershausen: Hübe, Mangold — Wetzel, Salger (8), Räpple (2/2), Kupijai (3), Pfattheicher, Ruß, Bauer (4), Spohn, Kubitschek, Conrad, Karpstein, Möller (7).

 

Strafminuten: Wetzel (2), Conrad (2)

 

Zuschauer: 2166

 


SGL besiegt Neuhausen

Die SG Leutershausen hat das Heimspiel in der 2. Handball-Bundesliga gegen den TV Neuhausen mit 32:25 (17:10) gewonnen. Die „Roten Teufel“ siegten vor 700 Zuschauern in der Heinrich-Beck-Halle und stehen nun in der Tabelle mit 24:26 Punkten auf dem neunten Tabellenrang.

 

Die Truppe von Cheftrainer Marc Nagel ging konzentriert in die Begegnung, die Abwehr um Matthias Conrad stand von der ersten Minute an kompakt. Die personell dezimiert angereisten Gäste hielten in der Anfangsphase gut mit: Von 3:3 (10.) über 5:5 (13.) bis zum 6:6 (15.) bewegte man sich im Gleichschritt. SGL-Schlussmann Alexander Hübe kam besser in die Partie, knüpfte an die Form der vergangenen Wochen an. Der SGL-Rückraum legte los, noch unter der Woche waren Philipp Bauer, Valentin Spohn und Sascha Pfattheicher beim Lehrgang der Junioren-Nationalmannschaft in Warendorf, machten lediglich die Donnerstag-Trainingseinheit mit. Ab diesem Zeitpunkt lief vor allem das Gegenstoß-Spiel bei der SGL. Pfattheicher und Niklas Ruß auf den Außenpositionen überrannten die Neuhausener Abwehr förmlich — die Jungs von der Bergstraße konnten sich absetzen: Von 14:10 (27.) zog man auf 17:10 zur Halbzeit weg.

 

In der zweiten Spielhälfte ließen die „Roten Teufel“ nichts mehr anbrennen. Nur als Andreas Bornemann in der 47. Minute zum 23:20 verkürzte, wurde es nochmal spannend. Nagel nahm die Auszeit, beruhigte seine Spieler und gab klare Anweisungen. So spielte die SGL die Partie souverän zu Ende, Ruß war mit sechs Toren erfolgreichster Schütze der Begegnung. Zwischenzeitlich musste die SGL auf Stefan Salger verzichten, der sich das Schienbein geprellt hat — der Shooter konnte aber in der wichtigen Phase wieder eingesetzt werden und war der entscheidende Faktor für den Heimsieg. 

 

Cheftrainer Nagel nach dem Spiel: „Ich bin natürlich sehr zufrieden mit dem Auftritt, die erste Halbzeit war eine unserer besten überhaupt“, so der 31-fache Nationalspieler, „in unserer Situation ist auch der hohe Sieg sehr wichtig, auch wenn man am Ende auf das Torverhältnis schaut. Das war heute ganz wichtig, aber das bleibt spannend bis zum Schluss.“ Auch Ruß war hochzufrieden: „Das schnelle Umschaltspiel hat heute super geklappt — jetzt fahren wir mit viel Selbstvertrauen nach Essen.“ Gästetrainer Alexander Job bilanzierte: „Insgesamt war das natürlich ein verdienter Sieg für Leutershausen. In der ersten Halbzeit haben wir uns zu viele taktische Undiszipliniertheiten geleistet — der sieben Tore Rückstand war dann letztendlich zu hoch. Durch die vielen Fehler kommt dann das klare Ergebnis zustande.“ 

 

Schon am kommenden Freitag geht es für die SGL weiter, um 19.30 Uhr gastiert man bei TUSEM Essen

 

SG Leutershausen: Hübe, Mangold — Salger (3), Räpple (6/5), Kupijai (5), Pfattheicher (4), Lierz, Ruß (6), Philipp Bauer (2), Spohn (4), Kubitschek, Conrad, Karpstein (1), Möller (1). 

 

TV Neuhausen: Rebmann, Becker — Stober (3), Reusch (1), Schoch (3), Klingler (2), Keupp (1), Michalik (4), Reusch J. (4), Predragovic (3), Bornemann (4)

 

Strafminuten: Kupijai (4), Kubitschek (2), Spohn (2), Conrad (4) — Stober (2), Reusch (2), Schoch (2), Michalik (4). 

 

 

Zuschauer: 700

SGL holt Manel Cirac Gascon

Die SG Leutershausen hat sich für die kommende Handball-Saison 2017/2018 die Dienste von Manel Cirac Gascon gesichert. Der spanische Abwehrspezialist tritt die Nachfolge von Matthias Conrad an und erhält bei den "Roten Teufeln" einen Ein-Jahres-Vertrag, der sowohl für die Zweite als auch Dritte Liga gilt. 

 

"Das kam für mich auch überraschend, doch als sich diese Möglichkeit geboten hat, war ich sehr interessiert", so Cirac, "die Gespräche und ersten Eindrücke hier in Leutershausen waren sehr gut. Der Club hat eine große Geschichte, es ist eine Ehre für mich hier zu spielen und auf so einen guten Spieler wie Matthias Conrad zu folgen. Die Zweite Liga ist sehr stark, ich verfolge alle Spiele und bin auch davon überzeugt, dass die SGL die Klasse hält. Das Team besteht aus vielen jungen Spielern und ich hoffe, dass ich mich im nächsten Jahr gut einbringen kann."

 

Cirac spielte bereits in der ersten und zweiten spanischen Liga für BM Granollers, BM La Roca und BM Villa de Aranda. Am Anfang seiner Karriere war er Bestandteil der spanischen U18-Nationalmannschaft. Internationale Erfahrung sammelte er 2008/2009 mit den BM Granollers im EHF-Cup

 

"Durch die Abgänge einiger erfahrener Spieler mussten wir für unser junges Team eine weitere Stütze finden — denn wir brauchen Erfahrung", so Uli Roth, Sportlicher Leiter der SGL, "durch Zufall hat sich die Option ergeben. Manel schließt die Lücke, die Matthias Conrad hinterlassen hat, soll unserer Abwehr weitere Stabilität geben und die jungen Spieler unterstützen."

 

Zuletzt war der 2-Meter-Mann in der ersten luxemburgischen Liga aktiv, nun wechselt er an die Bergstraße. Seine Freundin, Sabine Stockhorst, steht bei den Kurpfalz Bären in der 2. Frauen-Bundesliga im Tor — deshalb suchte der Abwehrspieler einen neuen Club in der Region. 

 

Für die SGL steht bereits am Samstag (Anwurf 20 Uhr) das nächste wichtige Heimspiel gegen den TV Neuhausen in der Heinrich-Beck-Halle an. 


Conrad verlässt die SGL

Matthias Conrad wird in der kommenden Handball-Saison nicht mehr für die SG Leutershausen auflaufen. Der Abwehrchef der „Roten Teufel“ tritt aus beruflichen Gründen aus dem Profihandball zurück.

 

„Mehrere Faktoren haben zu meiner Entscheidung geführt: Ich bin nun mit meinem Studium fertig, möchte in das Berufsleben richtig einsteigen“, so Conrad, „der Aufwand in der zweiten Liga ist einfach zu hoch, lange Aufwärtsfahren und auch das Trainingspensum — alles zusammen ist das zu viel.“

 

Der 34-Jährige spielte erstmals von 2002 bis 2004 bei den „Roten Teufeln“, bevor er vor sieben Jahren dann gemeinsam mit SGL-Kapitän Hannes Volk vom TUSPO Obernburg an die Bergstraße wechselte 

 

 

„Es gab viele Höhen und Tiefen hier. Wir haben oft in der dritten Liga oben mitgespielt, sind aufgestiegen — ein Tiefpunkt war sicherlich der Zwangsabstieg“, so der Abwehr-Hüne, „insgesamt war es aber eine erfolgreiche Zeit, ich habe hier viele neue und alte Freunde — es wäre natürlich optimal, wenn wir nun mit dem Klassenerhalt abschließen könnten, dafür werde ich alles geben.“

 

2013 spielte Conrad ein knappes halbes Jahr beim SKG Bonsweiher, bevor Uli Roth ihn zurück zu den „Roten Teufeln“ holte.

 

„Wir verstehen seine Entscheidung natürlich, bedauern seinen Abgang aber sehr — Matze hat in der Abwehr immer einen sehr guten Job gemacht und sich vorbildlich verhalten“, so Roth, Sportlicher Leiter der SGL, „jetzt werden wir uns in naher Zukunft nach einem neuen Abwehrchef und guten Ersatz umschauen.“ 

 

 

Das nächste wichtige Heimspiel in der 2. Handball-Bundesliga steht für die SGL schon am Samstag um 20 Uhr gegen den TV Neuhausen in der Heinrich-Beck-Halle an. Tickets gibt es unter sg-leutershausen.de/tickets.

 


Räpple verlässt die SGL

Mittelmann Christopher Räpple wird nach der laufenden Zweitligasaison die SG Leutershausen verlassen. Der 28-Jährige kehrt zu seinem Heimatverein HC Hedos Elgersweier nach Offenburg zurück. 

 

„Ich hatte eine super Zeit hier in Leutershausen und bin dem Verein sehr dankbar“, so Räpple, „leider ist es durch meinen neuen Job nicht mehr möglich, Leistungssport und Beruf erfolgreich zu vereinen. Trotzdem werde ich jetzt noch alles geben, damit wir mit der SGL den Klassenerhalt schaffen.“ 

 

Räpple kam vor fünf Jahren zu den „Roten Teufeln“, spielte anfangs noch in der zweiten Mannschaft — kämpfte sich aber Jahr für Jahr an die Profis heran und spielt auch aktuell noch einen sehr wichtigen Part bei der SGL. 

 

„Wir bedauern die Entscheidung natürlich sehr, Christopher hat sich bei uns zu einem sehr guten Zweitliga-Spieler entwickelt — der Verlust ist für uns bitter, trotzdem müssen wir seine Entscheidung akzeptieren und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft“, so Uli Roth, Sportlicher Leiter der SGL. 

 

Und auch Cheftrainer Marc Nagel weiß, dass mit Räpple ein wichtiger Mann geht: „Er hat in diesem Jahr einen großen Sprung gemacht. Zudem war auf ihn immer Verlass — er war ein Vorbild für andere.“

 

Räpple hatte schon die Auswärtsspiele in Wilhelmshaven und Bad Schwartau aus beruflichen Gründen verpasst. 

 

 

Das nächste Heimspiel gegen den TV Neuhausen findet am 18. März um 20 Uhr in der Heinrich-Beck-Halle statt. Tickets gibt es unter sg-leutershausen.de


Krimi-Sieg gegen Rostock

Die SG Leutershausen hat das Heimspiel in der 2. Handball-Bundesliga gegen den HC Empor Rostock mit 28:27 (12:14) gewonnen. Vor knapp 600 Zuschauern siegte die Truppe von Cheftrainer Marc Nagel in der Heinrich-Beck-Halle und klettert nun mit 22:26 Punkten in der Tabelle auf Rang zehn.

 

Die Partie startete hektisch, der erste Treffer fiel erst in der dritten Spielminute. Julius Heil traf für die Gäste zur 1:0-Auswärtsführung. In der Defensive stand vor allem eine kompakte Abwehr, dahinter vernagelte ein bärenstarker Alexander Hübe das SGL-Tor. Dennoch entwickelte sich eine enge Begegnung, über 8:8 (19.) zu 10:10 (24.) ging es in der Halbzeit mit einem 12:14-Rückstand in die Pause.

 

Nach dem Seitenwechsel legten die „Roten Teufel“ dann so richtig los. Philipp Bauer sorgte mit dem 18:17 für die erste Führung seit langer Zeit (38.). Auch Mittelmann Christopher Räpple zeigte eine überragende Vorstellung, agierte sehr gut im Zusammenspiel mit Marcel Möller, der zwischenzeitlich zum 20:17 netzte (41.). Die Schlussphase war von Spannung kaum zu überbieten. In der Schlussminute nahm sich Junioren-Nationalspieler Stefan Salger ein Herz, versenkte 30 Sekunden vor Schluss zum 28:27-Siegtreffer, im Gegenzug parierte Hübe — der Heimsieg war perfekt. 

 

Matchwinner Hübe nach der Partie: „Nach sehr hartem Kampf waren das verdiente zwei Punkte.“ Und ergänzte lachend: „Die eigene Leistung war auch ganz okay.“ Am Ende standen 18 (!) Paraden auf seinem Konto. Möller war erleichtert: „Der Sieg war so unglaublich wichtig — heute hat einfach das Team gewonnen, das den Sieg mehr wollte. Jetzt haben wir wieder das nötige Selbstvertrauen getankt, um auch Neuhausen zu schlagen.“ Am Ende war Möller mit sechs Treffern erfolgreichster SGL-Schütze. Trainer Nagel war ebenfalls zufrieden: „Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben es dann ein bisschen verpasst, wegzuziehen. Dann sind wir gut aus der Halbzeit gekommen, haben nicht die Nerven verloren. Heute hat die Leistung glücklicherweise gereicht.“ Gästetrainer Hans-Georg Jaunich: „Wir haben heute in den wichtigen Phasen wieder kein Tor gemacht und stehen deshalb leider wieder ohne Punkte da.“

 

Schon am 18. März ist der TV Neuhausen in die Heinrich-Beck-Halle zu Gast. 

 

SG Leutershausen: Hübe (18 Paraden), Mangold (bei einem Siebenmeter) — Wetzel (1), Salger (5), Räpple (5), Kupijai (3), Pfattheicher, Lierz, Ruß (3), Bauer (3/1), Spohn (2), Kubitschek, Conrad, Möller (6). 

 

 

HC Empor Rostock: Malitz, Porath (3 Paraden), Mehler (8 Paraden) — Meuser (6), Iliopoulos, Heil (8), Schütze, Jäger (2/1), Flödl (3), Höwt, Papadopoulos (3/1), Zourek, Zemlin (1), Trupp (4). 

 


Auswärtsfahrt ohne Punkte

Es bleibt dabei. Im Norden gibt es zunächst keine Punkte für die SG Leutershausen zu holen. Die „Roten Teufel“ haben auch das Auswärtsspiel in der 2. Handball-Bundesliga vor 1168 Zuschauern in der NORDFROST-Arena beim Wilhelmshavener HV mit 21:28 (10:14) verloren. Damit rutscht man nun mit 20:26 Punkten auf dem 13. Platz der Tabelle.

 

SGL-Cheftrainer Marc Nagel wusste nach dem Spiel, woran es lag: „Momentan bewerten wir die Negativ-Erlebnisse zu hoch und pushen uns zu wenig an den guten Aktionen — da muss ich und jeder Einzelne jetzt dran arbeiten. Dennoch muss sehr viel zusammenlaufen, dass man hier in Wilhelmshaven gewinnen kann — die Niederlage war verdient.“

 

Auch wenn von den vergangenen Auswärtsaufgaben nicht viele Punkte mit nach Hause gebracht wurden, vertraute Nagel weiterhin auf seine 5:1-Deckungsformation mit Niklas Ruß auf der vorgezogenen Position. Doch die Tore warfen in der Anfangsphase die Gastgeber, erst nach fünf Minuten erzielte Junioren-Nationalspieler Stefan Salger das 1:2 — und damit den ersten SGL-Treffer der Partie. Der WHV startete besser: Lukas Mertens, ebenfalls Junioren-Nationalspieler sorgte in den ersten Minuten für mächtig Dampf von der Außenposition. Schnell lag man 1:4 im Rückstand — Nagel brachte mit Marcel Möller und Valentin Spohn frischen Wind in die Partie. Die Chancen waren da, doch konsequent nutzen konnten sie die „Roten Teufel“ noch nicht — so kam ein 5:9-Rückstand nach einer Viertelstunde zustande, Nagel nahm die erste Auszeit. 

 

Viel besser wurde es aber nicht. Sascha Pfattheicher hielt die SGL mit einem Leger vom Siebenmeterstrich in Schlagdistanz — 6:10 nach 20 Minuten. Nagel probierte nun einiges aus, brachte Ruß auf der Mittelposition, Marvin Karpstein kam auf Linksaußen. Die Treffer aus dem Rückraum lieferte aber weiterhin Salger, der 2,07-Mann war mit acht Toren am Ende bester SGL-Werfer. „Stefan spult schon die gesamte Saison ein unglaubliches Pensum in Angriff und Abwehr ab“, lobte Nagel seinen Schützling, „er nimmt eine wahnsinnige Entwicklung und ist extrem wichtig.“ Langsam hielt dann auch SGL-Schlussmann Alexander Hübe einige Bälle, die „Roten Teufel“ kamen kurz vor der Halbzeitpause nochmal auf 9:11 (28.) ran, in die Kabine ging es dann aber mit einem 10:14-Rückstand

 

Unmittelbar nach der Pause zeigte Spohn, warum er für so wichtig für die SGL ist: Mit zwei schnellen Treffern überwand er WHV-Schlussmann Adam Weiner — Pfattheicher netzte zum 14:16, im SGL-Lager kam wieder Hoffnung auf. Zwei, drei Unkonzentriertheiten, und der Vier-Tore-Rückstand war schneller als gedacht wieder auf der Anzeigetafel abzulesen (42.). Nagel zog nun die nächste Karte und versuchte es mit Alexander Kubitschek und Möller am Kreis. Doch das Schema zog sich durch die ganze Partie: Man schaffte es nicht, den Ausgleich zu erzielen und die Hausherren zogen wieder davon. So stand zehn Minuten vor Schluss ein Vier-Tore-Rückstand (17:21) und auch fünf Minuten vor der Schlusssirene war der Abstand identisch (20:24) — die Niederlage war nicht mehr abzuwenden. 

 

Matthias Conrad wusste nicht richtig, woran es lag: „In den entscheidenden Phasen sind wir auswärts einfach nicht clever genug“, so der Abwehrchef, „die Chancen waren ja da. Aber auswärts muss man eben auch besser spielen als der Gegner, um zu gewinnen.“ Gästetrainer Christian Köhrmann hingegen war erleichtert: „Für uns stehen harte Wochen an, trotz unserer Verletzungssorgen mussten wir heute punkten — das war eine geschlossene Teamleistung.“ Die werden auch die „Roten Teufel“ am kommenden Samstag benötigen, denn dann kommt mit dem HC Empor Rostock das Tabellenschlusslicht in die Heinrich-Beck-Halle…

 

SG Leutershausen: Hübe, Lázaro Garcia (50.-54.) — Salger (8), Kupijai (3), Pfattheicher (3/1), Ruß (1/1), Bauer (2), Spohn (3), Kubitschek, Conrad, Karpstein (1), Möller. 

 

Strafminuten: Kupijai (2), Pfattheicher (2)

 

 

Zuschauer: 1169


SGL verliert gegen Saarlouis

Das war nichts für schwache Nerven. Die SG Leutershausen verliert den Handball-Krimi in der 2. Bundesliga in der Heinrich-Beck-Halle gegen die HG Saarlouis mit 26:27 (11:12). Martin Murawski sichert in der Schlusssekunde den Auswärtssieg für die Saarländer. Die „Roten Teufel“ müssen nun die dritte Niederlage in Folge einstecken und rutschen nun in der Tabelle auf Rang elf ab. 

 

Cheftrainer Marc Nagel wusste um die Ernsthaftigkeit der Lage: „In der Hinrunde haben wir diese knappen Spiele zuhause fast alle gewonnen. Wir müssen nun realisieren, dass für uns das Abenteuerland vorbei ist — unser nächstes Heimspiel gegen Rostock, das ist ein absolutes Muss-Spiel.“ Denn die Niederlage gegen Saarlouis schmerzt schon jetzt. 

 

Doch zum Anfang: Die Partie begannen die „Roten Teufel“ stark, die Gäste aus Saarlouis versuchten die „Roten Teufel“ mit einer sehr offensiven Deckung zu schocken. Doch die SGL kam gut damit zurecht, wusste durch viel Laufarbeit die Lücken in der Gäste-Abwehr zu nutzen — Jonas Kupijai netzte in der fünften Minute zur 3:1-Führung. Und auch die SGL-Abwehr stand besser als in den vergangen Auswärtspartien beim VfL Bad Schwartau und EHV Aue, zudem sah Philipp Kessler bereits in der zehnten Minute nach grobem Foulspiel gegen Jonas Kupijai die Rote Karte — die HG schon früh geschwächt, Valentin Spohn erhöhte auf 7:2 (14.), HG-Trainer Jörg Bohrmann sah sich gezwungen, die Auszeit zu nehmen.

 

Doch es wurde aus HG-Sicht nicht besser, zwei schnelle Treffer von Niklas Ruß sorgten zum 9:2 nach 16 Minuten — die Gäste kamen noch überhaupt nicht ins Spiel, auch nach 18 Minuten standen immer noch zwei Auswärtstore, Bohrmann rief zur zweiten Auszeit. Saarlouis fand nun besser ins Spiel, verkürzte auf 10:6 (22.), die „Roten Teufel“ trafen zu diesem Zeitpunkt das Tor nicht mehr. Yann Polydore hielt die Gäste im Spiel, traf fünf Minuten vor der Pause zum 11:8 — SGL-Cheftrainer Nagel merkte, dass die Partie langsam kippte und nahm seine erste Auszeit. Viel Wirkung zeigte diese Maßnahme aber nicht, Saarlouis machte weiter Druck, ging mit dem Halbzeitpfiff sogar in Führung, der Sieben-Tore-Vorsprung war verspielt — 11:12 der Pausenstand. 

 

Und Saarlouis knüpfte an der Leistung der Schlussphase der ersten Halbzeit an. Während sich im SGL-Angriff technische Fehler einschlichen, nutzen die Gäste ihre Chancen konsequent, 15:17 nach 40 Minuten. Die SGL-Abwehr aus der Anfangsphase wurde schmerzlich vermisst, die HG kam zu einfachen Toren aus dem Rückraum, zumindest Marcel Möller hielt die „Roten Teufel“ mit seinen Treffern im Spiel, Kupijai sorgte in der 44. Minute erstmals wieder für die 19:18-Führung. Und auf einmal lief es wieder: Salger baute den Vorsprung auf 21:18 aus, Alexander Hübe bekam nun auch mehr zu „Packen“. Doch die Begegnung blieb knapp, keines der beiden Teams konnte das Spiel vorzeitig für sich entscheiden, fünf Minuten vor Schluss stand es noch immer 23:23, eine Minute vor Spielende 26.26 — und dann parierte Hübe, die Halle stand Kopf. Doch die Freude war nur von kurzer Dauer, die Schlusssekunden hektisch — Murawski löste mit seinem Treffer Jubelstürme der Gästefans und zeitgleich tiefes Entsetzen bei den SGL-Anhängern aus.

 

Nagel nach der Partie: „Wir haben heute zwei fast identische Halbzeiten gesehen, haben unglaublich viel investiert — in den letzten zwei Minuten beider Spielhälften waren wir nicht clever genug.“ Sein Gegenüber, Bohrmann, konnte zufrieden sein: „Wir haben nie aufgesteckt, eine unglaubliche Moral gezeigt und weiter mutig gespielt — das war der Schlüssel zum Erfolg.“

 

SG Leutershausen: Hübe (Paraden: 14), Raúl Lazaro García (n.e.) — Wetzel, Salger (6), Räpple (3/1), Kupijai (4), Pfattheicher (4), Ruß (2), Bauer (1), Spohn (2), Kubitschek, Conrad, Möller (4), Lierz, Karpstein.

 

HG Saarlouis: Schulz (ab 45.; Paraden: 1), Jonczyk (Paraden 5) — Faulenbach (7), Meoki-Etxebeste, Kessler, P. Walz (2), Murawski (3), Weissgerber (2/2), Müller, Paetow (1), Polydore (6), Engels (1), Leist (5), Schulz, L. Walz. 

 

Strafminuten: Kupijai (4), Kubitschek (2) — Kessler (Rote Karte), Engels (2), Polydore (2)

 

Zuschauer: 750

 


SGL verliert in Aue

Vor dem Auftakt im Erzgebirge konnte Marc Nagel zumindest etwas aufatmen. Der Cheftrainer der SG Leutershausen konnte vor der Auswärtsaufgabe beim EHV Aue wieder mit Christopher Räpple, Alexander Kubitschek und Marlon Lierz planen — einzig Mark Wetzel fällt noch länger aus.  Für Punkte hat es dennoch nicht gereicht: Die SGL verliert in der Erzgebirgshalle mit 23:27 (10:13)
Die „Roten Teufel“ starteten gut in die Begegnung, SGL-Schlussmann Alexander Hübe glänzte in den ersten zwei Angriffen mit zwei Paraden, im Gegenzug netzte Sascha Pfattheicher zur 1:0-Auswärtsführung (3.). Kurz darauf schlichen sich im SGL-Angriffsspiel leichte Fehler ein, die Jungs von der Bergstraße kamen mit der offensiven 5:1-Deckung der Hausherren nicht zurecht — Aue kam zu schnellen Ballgewinnen, drehte die Partie (1:3 nach 7.).  
Nagel reagierte, brachte in der Offensive Junioren-Nationalspieler Valentin Spohn für Jonas Kupijai. Doch auch weiterhin bestimmten viele Fehler die Begegnung, die Hausherren wussten diese besser für sich zu nutzen — gingen in der 14. Minute erstmals mit drei Toren in Front: 3:6. Die „Roten Teufel“ versuchten es nun mit Philipp Bauer auf der Mittelposition, Nagel gab Räpple eine Pause. Mit Marcel Möller kam zudem eine frische Kraft am Kreis, der Rückstand aber wollte nicht schmelzen — im Gegenteil, er wuchs: 6:10 nach 20 Minuten, Nagel nahm die Auszeit. 
Einzig Hübe hielt die SGL zu diesem Zeitpunkt mit seinen Paraden noch am Leben — auf der Gegenseite scheiterten die Jungs von der Bergstraße reihenweise an EHV-Schlussmann Robert Wetzel: Dann traf Bauer schließlich fünf Minuten vor der Halbzeit zum 8:10. Doch näher kam man nicht heran, die Wurfquote der SGL war in den ersten 30 Minuten katastrophal, Räpple traf noch zehn Sekunden vor dem Gang in die Kabine vom Siebenmeterstrich zum 10:13-Halbzeitstand.
Die „Roten Teufel“ verschliefen förmlich den Auftakt der zweiten Spielhälfte: Fehlpässe, Fehlwürfe — und schon stand es 11:16. Spohn hielt die SGL mit dem 14:19 noch in Schlagdistanz (39.). Die Partie wurde hitziger, Nagel stellte wieder auf die 5:1-Deckung mit Niklas Ruß auf der vorgezogenen Position um. Im Angriff richtete es Salger fast im Alleingang, Ruß traf zehn Minuten vor Schluss zum 20:23 — die Partie war kurzzeitig wieder offen, als dann aber das 20:26 (54.) fiel, war die Partie entschieden.
Nagel nach der Partie: „Wir haben das gezeigt, wozu wir in der Lage sind — haben über 60 Minuten gekämpft. Am Ende haben wir es vielleicht verpasst unsere Chancen zu nutzen, da haben wir unsere Linie verloren.“ EHV-Trainer Stefan Swat war zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Wir hatten riesigen Respekt vor Leutershausen, sie haben echt starke individuelle Klasse in ihren Reihen — wir haben unter der Woche super gearbeitet, heute haben wir abgeliefert — wir sind wieder in der Spur.“
Schon am Sonntag geht der Doppelspieltag weiter: Um 17 Uhr erwartet die SGL in der Heinrich-Beck-Halle die HG Saarlouis zum Heimspiel.
SG Leutershausen: Hübe, Raúl Lazaro García — Salger (4), Räpple (1/1), Kupijai (2), Pfattheicher (1), Spohn (5), Kubitschek, Bauer (3), Lierz, Ruß (4/2), Conrad, Karpstein, Möller (3).
Strafminuten: Salger (2)
Zuschauer: 1200

SGL verpflichtet Rolka

Maximilian Rolka wird ab der kommenden Handball-Saison 2017/2018 für die SG Leutershausen auflaufen. Der 20-Jährige wechselt von der Drittliga-Mannschaft „Junglöwen“ der SG Kronau/Östringen an die Bergstraße und erhält einen Zwei-Jahres-Vertrag. Foto: CLS

 

„Ich habe eine neue Herausforderung gesucht, einen neuen Trainer, eine neue Mannschaft“, so Rolka, „zudem kenne ich viele Spieler, die nach Leutershausen gewechselt sind und sich dort positiv entwickelt haben — deswegen bin ich zuversichtlich, dass ich dort eine gute Zeit haben werde und dort besser werden kann.“

 

Rolka besitzt sowohl die deutsche als auch polnische Staatsbürgerschaft — der Halblinke ist fester Bestandteil der polnischen Junioren-Nationalmannschaft.

 

„Durch den Abgang von Valentin Spohn mussten wir eine Lücke schließen, mit Max haben wir nun eine sehr gute Besetzung gefunden — wir sind sehr glücklich darüber“, so Uli Roth, Sportlicher Leiter der SGL, „er ist schnell, torgefährlich, stark im Eins-gegen-Eins, kann aber auch aus dem Rückraum werfen und passt natürlich perfekt in unsere Philosophie auf junge Spieler zu setzen.“

 

 

Bereits am am Wochenende wartet ein Doppelspieltag auf die „Roten Teufel“: Am Freitag um 19 Uhr muss die SGL in der 2. Handball-Bundesliga beim EHV Aue antreten, am Sonntag um 17 Uhr kommt die HG Saarlouis in die Heinrich-Beck-Halle. 

 


Chancenlos in Schwartau

Die SG Leutershausen kehrt aus dem Norden ohne Punkte zurück. Bei der 21:30 (8:18)-Auswärtsniederlage beim VfL Bad Schwartau in der 2. Handball-Bundesliga waren die „Roten Teufel“ von Anfang bis Ende chancenlos — doch bereits am kommenden Freitag steht die nächste Auswärtsaufgabe beim EHV Aue an. 
Die „Roten Teufel“ mussten die Reise in den Norden mit einem dezimierten Kader antreten. Mittelmann Christopher Räpple fehlte aus beruflichen Gründen — Mark Wetzel, Alexander Kubitschek und Marlon Lierz fielen wegen Krankheit oder Verletzung aus. Also liefen die Jungs von der Bergstraße mit einer kleinen Truppe in der Lübecker Hansehalle auf. 
Einzig in der Anfangsphase konnten die Jungs von der Bergstraße dem VfL standhalten, Valentin Spohn netzte nach knapp drei Minuten zur 2:1-Auswärtsführung. Doch Schwartau drehte schnell das Spiel, ging in der achten Minute erstmals sogar mit fünf Toren in Führung (3:8). Alexander Hübe bekam im SGL-Tor noch keine Hand an den Ball, sein Gegenüber Dennis Klockmann vernagelte das Tor — SGL-Cheftrainer Marc Nagel nahm die Auszeit und brachte Philipp Bauer für den Angriff. Auch in der Deckung stellte Nagel um, setzte auf die 5:1-Variante mit Niklas Ruß auf der vorgezogenen Position — enger wurde die Partie aber nicht. Nach zehn Minuten ohne Torerfolg sorgte Marcel Möller wieder für ein Erfolgserlebnis der „Roten Teufel“. Zudem tauschte Nagel im SGL-Kasten, Moritz Mangold sorgte sofort mit zwei Paraden für wichtige Akzente (5:10 nach 18 Minuten). Doch die Abwehr blieb weiterhin zu passiv, die technischen Fehler häuften sich, der VfL nutzte jede Unaufmerksamkeit aus und zog davon — 8:18 der ernüchternde Pausenstand.
„Das war irgendwie typisch, wir haben die erste halbe Stunde verschlafen“, so Abwehrchef Matthias Conrad, „die langen Auswärtsfahrten können wir noch nicht.“ 
Und es wurde noch bitterer: Die Hausherren kamen auch besser aus der Kabine, konterten die Jungs von der Bergstraße eiskalt aus — beim VfL war nahezu jeder Wurf ein Treffer. Der SGL-Rückstand wuchs weiter, als Jonas Kupijai zum 12:23 traf (38.), war die Begegnung schon lange entschieden. Zwischenzeitlich parierte Hübe, Stefan Salger traf im Gegenzug zum 15:23 (41.) — ein Funke Hoffnung kam bei den über 60 mitgereisten SGL-Fans auf, die Stimmung war zwischenzeitlich gut. Doch Antonio Metzner stellte schnell wieder den alten Zehn-Tore-Abstand her — 15:25 nach 45 Spielminuten. Einzig Salger konnte im Angriff noch für Erfolgserlebnisse sorgen,  die zweite Halbzeit gewann man knapp, gegen die 21:30-Pleite konnte er sich aber auch nicht wehren — am Ende war er mit sechs Treffern erfolgreichster SGL-Schütze. 
Und Nagel urteilte nach dem Spiel: „Die Niederlage war verdient, in der ersten Halbzeit hatten wir gar nichts dagegen zu setzen — dann kommt so ein Ergebnis zustande. Heute haben auch wichtige Spieler gefehlt, das war in der Summe dann etwas zu viel. Zumindest haben wir in der zweiten Halbzeit noch Charakter gezeigt und für unsere Fans gekämpft.“ Der Cheftrainer wusste aber auch, dass man beim VfL Bad Schwartau nicht unbedingt punkten musste: „Die Reise war schön, die Unterstützung war schön, die Halle war schön — vielleicht war alles ein bisschen zu schön.“
Doch jetzt wollen die „Roten Teufel“ positiv in die Zukunft schauen, bereits am Freitag spielt man beim EHV Aue, am Sonntag ist die HG Saarlouis in der Heinrich-Beck-Halle zu Gast — ein Doppelspieltag, bei dem man unbedingt punkten möchte…
SG Leutershausen: Hübe, Mangold (ab 13. bis 26.) — Salger (6), Conrad, Kupijai (2), Pfattheicher (2), Bauer (1), Spohn (2), Ruß, Karpstein (4/3), Möller (4).
Strafminuten: Spohn (2), Salger (4), Ruß (2)
Zuschauer: 1900

Spohn nach Balingen

Valentin Spohn wird die  SG Leutershausen verlassen und in der kommenden Saison für die  HBW Balingen-Weilstetten in der DKB Handball-Bundesliga auflaufen. Der  19-Jährige kam vor drei Jahren als Jugendspieler von der  SG Pforzheim/Eutingen an die Bergstraße und reifte bei den „Roten Teufeln“ zum  Junioren-Nationalspieler. Im vergangenen Jahr machte er mit vielen Treffern in seiner ersten Zweitliga-Saison auf sich aufmerksam, ist mit aktuell  115 Toren der Top-Feldtorschütze im Handball-Unterhaus.

 

„Für uns ist das natürlich zunächst einmal schade“, so  Uli Roth, Sportlicher Leiter der SGL, „aber wir sind nun mal ein Ausbildungsverein, wir haben aus ihm einen Bundesliga- und Nationalspieler geformt — darauf sind wir natürlich auch sehr stolz und wünschen ihm  alles Gute in der ersten Liga.“ Spohn hat richtig Lust auf die neue Herausforderung: „Ich freue mich mit  Davor Dominikovic und  Martin Strobel zusammen zu spielen, durch die Erfahrung kann ich mich dort optimal weiterentwickeln.  In Balingen ist das Umfeld ähnlich  familiär wie in Leutershausen —auch das gefällt mir sehr gut.“

 

Bei den  „Galliern von der Alb“ erhält der Junioren-Nationalspieler einen  Zwei-Jahres-Vertrag. Und auch sportlich hat er sich bewusst für den  HBW entschieden: „Balingen ist ein Team, bei dem ich hoffe auch schon früher eine größere Rolle einzunehmen und auch wirklich aktiv ins Spielgeschehen eingreifen zu können — das ist sehr wichtig für meine weitere Entwicklung.“ Der Fokus liegt aber zunächst noch bei den  „Roten Teufeln“: „Ich werde nun aber erstmal alles dafür geben, dass wir mit der SGL die Klasse halten — mein Fokus liegt komplett auf der SGL, ich hänge mich voll rein.“ 

 

Am  Freitagabend um 19.30 Uhr steht für die Jungs von der Bergstraße in der 2. Handball-Bundesliga die nächste Auswärtsaufgabe beim  VfL Bad Schwartau an.


SGL besiegt auch Nordhorn

Der Wahnsinn geht weiter, die SG Leutershausen mischt auch im Handballjahr 2017 die 2. Handball-Bundesliga auf. Mit 30:28 (18:14) schicken die „Roten Teufel“ die HSG Nordhorn-Lingen vor gut 700 Zuschauern in der Heinrich-Beck-Halle nach Hause — ein Handballfest an der Bergstraße. 

 

SGL-Cheftrainer Marc Nagel kündigte bereits im Vorfeld eine „Mammut-Aufgabe“ an, Gästetrainer Heiner Bültmann erwartete eine „hitzige Atmosphäre“. Zurecht, denn die HSG hatte noch zu Leutershausener Zweitliga-Zeiten die vergangenen zwei Duelle verloren. Nun traten sie anfangs  mutiger auf, obwohl die Gäste-Truppe mit erheblichen Verletzungsproblemen im Rückraum zu kämpfen hatte. In der Anfangsphase war es immer wieder Jens Wiese, der bei der HSG für die offensiven Akzente sorgte — 3:4 nach fünf Spielminuten. Zu diesem frühen Zeitpunkt stand die SGL-Abwehr noch nicht, Alexander Hübe bekam noch kein Ball zu fassen. Doch dann blühte der Angriff der „Roten Teufel“ immer mehr auf, Niklas Ruß versenkte nach knapp zehn Minuten zur ersten Heim-Führung (6:5). In der ersten Spielhälfte entwickelte sich eine umkämpfte Partie mit vielen Zeitstrafen und Siebenmetern — die Rückraum-Achse der SGL fand immer wieder Marcel Möller am Kreis, der 26-Jährige war kaum zu halten. Vom 10:8 von Junioren-Nationalspieler Valentin Spohn, über 14:11 bauten die Hausherren ihre Führung zur Halbzeit auf 18:14 aus. Einzig Alexander Terwolbeck hielt die Gäste mit seinen schnellen Täuschungen im Spiel und fand oftmals die Lücke in der SGL-Abwehr. 

 

„Wir hatten ja diesmal viel Zeit uns auf die Partie vorzubereiten“, so Nagel, „in den ersten Minuten hat unsere Torhüterleistung nicht so ganz gepasst — das hat sich dann aber ja zum Glück zum Guten entwickelt.“ Da hat er Recht, Hübe kam in den zweiten 30 Minuten immer besser ins Spiel, entschärfte viele Würfe der Nordhorner Rückraumschützen. Die Führung wuchs und wuchs, mit dem 21:16 durch den starken Jonas Kupijai zog die SGL erstmals mit fünf Toren in Front — die Weichen standen auf Sieg. Mit von der Partie war erstmals auch wieder Mittelmann Philipp Bauer, der während der WM-Pause erfolgreich seine Verletzung auskurieren konnte. Gästetrainer Bültmann versuchte nochmal einiges, aber die „Roten Teufel“ waren zu entschlossen, gingen zwischenzeitlich sogar mit sieben Treffern in Führung (27:20 nach 50 Minuten). In der Schlussphase wurde es dann nochmal knapp, Nordhorn probierte alles, kämpfte sich in der Schlussminute noch auf zwei Tore heran (29:27) — doch die zwei Punkte ließen sich die Jungs von der Bergstraße nicht mehr nehmen. 20:18 Punkte stehen nun auf dem Konto der „Roten Teufel“, mehr Gewinn- als Verlustpunkte — der Handballwahnsinn geht weiter. 

 

„Das war natürlich schwierig für uns heute, wir sind mit drei Rückraumspielern hier hergefahren“, so Bültmann nach dem Spiel, „das muss man dann so akzeptieren — Leutershausen war auch stark.“ Und Nagel ergänzte: „Ich bin sehr, sehr glücklich. Wir hatten heute eine gute Abwehr, eine disziplinierten Angriff — das hat gepasst.“  

 

„Entscheidend war heute der Teamgeist“, bilanzierte Marcel Möller, „so können wir wirklich jeden schlagen — das ist noch besser als in der Hinrunde.“ Sascha Pfattheicher: „Das war schon recht überraschend, dass es so gelaufen ist — nach so einer Pause weiß man das nie, am Ende haben wir es nochmal unnötig spannend gemacht.“

 

Das exakte Ergebnis tippte Hannes Lochbühler, der ehemalige Feldhandball-Torhüter der SGL richtig und freute sich über ein handsigniertes Trikot von Sascha Pfattheicher.

 

SG Leutershausen: Hübe, Mangold — Salger (3), Räpple (3/3), Kupijai (3), Pfattheicher (2), Klapdohr, Ruß (6/2), Bauer (3), Spohn (4), Kubitschek (3), Möller (3). 

 

HSG Nordhorn Lingen: Kaleun, Buhrmester — Verjans, Schumann, Mickal (5/1), Fraatz, Poll, Rooba (2), Terwolbeck (7), de Boer (1), Wiese (9/1), Madsen (1), Seidel (3/1). 

 

 

Strafminuten: Kubitschek (2), Conrad (2), Spohn (2) — Schumann (4), de Boer (4). 

 


Möller verlängert Vertrag

Marcel Möller hat seinen Vertag bei der SG Leutershausen um ein weiteres Jahr verlängert. Der Kreisläufer wird auch in der kommenden Saison 2017/2018 für die „Roten Teufel“ auflaufen. 

 

„Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit hier, habe großes Vertrauen in den Trainer — das sind schon wichtige Gründe“, so der 26-Jährige, „das familiäre Umfeld ist hier einfach super, in der Mannschaft habe ich mich seit dem ersten Tag an wohl gefühlt — da musste ich nicht lange überlegen.“ 

 

Möller kam während der Hinrunde aufgrund der schweren Verletzung von Kapitän Hannes Volk an die Bergstraße. Er spielte zuvor noch für das Juniorteam der SG Flensburg-Handewitt in der 3. Liga Nord. 

 

„Marcel war ein absoluter Glücksgriff, es passt alles“, so Uli Roth, Sportlicher Leiter der SGL, „wir sind sehr froh, dass wir ihn für ein weiteres Jahr verpflichten konnten.“ Und auch Cheftrainer Marc Nagel freute sich über die Entscheidung und scherzte: „Mir war von Anfang an klar, dass ihn Süddeutschland überzeugt.“ 

 

Möller kann dies nur bestätigen: „Es gibt wirklich viele schöne Sachen hier — aber Norddeutschland hat auch seine schönen Seiten, die ich auf keinen Fall vergessen werde.“

 

 

Das nächste Heimspiel ist bereits am 4. Februar gegen die HSG Nordhorn Lingen. Karten gibt es in der Geschäftsstelle oder auf sg-leutershausen.de/tickets.

 


"Rote Teufel" beim Beflocken

Für die Jungs der SG Leutershausen stand ein spezieller Termin auf dem Plan — die „Roten Teufel“ waren bei ihrem Sponsor „flock-in“ in Wiesloch zu Gast und durften in der Druckerei selbst Hand anlegen.

 

„Ihr wisst ja, dass die SGL kein normaler Handballverein ist“, kündigte Geschäftsführer Reimar Bezzenberger seinen Spielern an, „deswegen dürft ihr heute Eure Trikots selbst beflocken.“ Eine weitere verrückte Aktion, schon das Fotoshooting vor der Saison in einer Western-Location war ungewöhnlich. 

 

Also legten Christopher Räpple, Stefan Salger, Niklas Ruß, Marcel Möller und Sascha Pfattheicher voller Tatendrang los. Logo, Sponsoren, Trikotnummer und Name — alles musste an seinen Platz. Unter Anweisung von flock-in Geschäftsführerin Anja Böhler stellten sich die Jungs nicht schlecht an, Ruß bedruckte sich sogar die mitgebrachten Socken mit dem SGL-Logo. 

 

„Die Jungs haben echt schnell gelernt“, so Böhler, „wow, ich bin echt begeistert. Ich freue mich schon die Jungs beim nächsten Heimspiel in den neuen Trikots auflaufen zu sehen.“

 

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=l6ebfzpsw1E&t=4s

 

 

Das nächste Heimspiel ist bereits am 4. Februar gegen die HSG Nordhorn Lingen. Karten gibt es in der Geschäftsstelle oder auf sg-leutershausen.de/tickets.

 


Last-Minute-Sieg in Ferndorf

Der Aufwand hat sich gelohnt, die SG Leutershausen setzt mit dem zweiten Sieg in Folge in der 2.Handball-Bundesliga ein großes Zeichen. Am Ende gewinnen die Jungs von der Bergstraße beim TuS Ferndorf mit 28:27 (11:14). Zwei „ganz dicke Punkte“ — von denen Cheftrainer Marc Nagel im Vorfeld sprach — waren eingefahren, mit nun 18:18 Zählern hat man das angestrebte Jahresabschluss-Ziel erreicht und überwintert nun auf Rang zehn — ein ganz wichtiges Zeichen. 
Denn für die Spieler der SGL war es ein kurzes Weihnachtsfest. An Heiligabend war noch frei, am ersten Weihnachtstag stand schon das Abschlusstraining auf dem Programm, das gestrige Auswärtsspiel war zu wichtig. Mit dem Heimsieg vergangene Woche gegen die HSG Konstanz gingen die „Roten Teufel“ mit Rückenwind in die Partie — und es zahlte sich aus. 
Doch der Reihe nach: Dass die SGL mutig auftreten wollte, zeigte sich schon im ersten Angriff. Sowohl Marcel Möller als auch Niklas Ruß deckten offensiv, sollten das Angriffsspiel der Gastgeber zerstören. Denn dass der TuS mit Nikola Stojcevski einen ehemaligen mazedonischen Nationalspieler und damit eine ganz gefährliche Waffe im Angriff hat, war bereits bekannt. Im SGL-Offensivspiel vertraute Nagel diesmal Jonas Kupijai von Anfang an, ließ mit Junioren-Nationalspieler Valentin den Top-Shooter der Zweiten Liga zunächst auf der Bank. Chancen wurden in der Anfangsphase zwar herausgespielt, aber nicht konsequent genutzt — sowohl Christopher Räpple als auch Niklas Ruß scheiterten vom Siebenmeterstrich an TuS-Schlussmann Kai Bastian Rottschaefer. Ein 1:5-Rückstand leuchtete nach zehn Minuten von der Anzeigetafel, nur ein Treffer, also brachte Nagel Spohn für den Angriff. Die SGL-Abwehr stand nun sicherer, Ferndorf kam mit der offensiven Deckungsformation nicht richtig zurecht, im Angriff netzte zudem Spohn zweimal ein — der Rückstand schmolz, 7:5 nach einer Viertelstunde. 
Alexander Kubitschek kam nun für Möller am Kreis, für die Tore sorgten aber weiterhin die Junioren-Nationalspieler Salger und Spohn. Dann flog Stojcevski auf Seiten der Gastgeber für zwei Minuten vom Feld, die Jungs von der Bergstraße waren nun erstmals in Überzahl. Die Chance auf den Anschlusstreffer war da, die SGL vergab — und kassierte im Gegenzug das Gegentor, Spohn die Zeitstrafe. So stand es nach 20 Minuten 7:10, der Drei-Tore-Rückstand war wieder hergestellt — Nagel rief seine Jungs erstmals zur Ansprache zusammen. 
Im Angriff sollten es nun beide Kreisläufer richten, Möller und Kubitschek im Zusammenspiel. Das klappte. Und auch SGL-Schlussmann Alexander Hübe kam so langsam in Schwung, parierte zweimal nacheinander gegen freistehende Ferndorfer, der Zwischenstand von 9:11 ließ sich schon besser anschauen (25.). Doch die Freude hielt nur kurz: Zwei, drei technische Fehler, die Gastgeber schalteten schnell und nutzten diese eiskalt aus, zogen auf 14:10 weg, Salger verkürzte mit der Halbzeitsirene auf 11:14. 
Und die SGL kam besser aus der Kabine: Zwei Chancen, zweimal Sascha Pfattheicher, zwei Tore — und schon stand es nur noch 13:14, der Ausgleich wollte aber noch nicht fallen. Es entwickelte sich eine umkämpfte Partie, die Mannschaften schenkten sich nichts, die SGL verpasste den Anschluss — Ferndorf zog wieder auf 15:20 weg (42.). Im Angriff gelang den „Roten Teufeln“ plötzlich nur noch wenig, das Spiel drohte zu entgleiten — Nagel nahm wieder die Auszeit. Eine Viertelstunde vor Spielende konnte Möller zumindest wieder auf den altbewährten Drei-Tore-Rückstand verkürzen, kurz darauf traf Niklas Ruß zum 19:21 — TuS-Cheftrainer Michael Lerscht tigerte schon nervös vor seiner Auswechselbank herum. Er ahnte etwas, zehn Minuten vor Schluss netzte Kubitschek zum Anschlusstreffer, Räpple im folgenden Angriff zum 22:22 — die SGL war pünktlich zur Schlussphase wieder da. Die folgenden Minuten waren an Spannung kaum zu überbieten, zwei Minuten vor Schluss stand es noch immer 27:27. Dann die letzten 30 Sekunden, wie im Film: Der Ball bei der SGL, 25 Sekunden auf der Uhr, Stürmerfoul. Der Ball bei Ferndorf, 15 Sekunden, verworfen. Der Ball bei Leutershausen, noch fünf, Möller läuft frei auf das Ferndorfer Tor zu — und legt den Ball geschmeidig über den Kopf von Schlussmann Rottschaefer. 28:27, Auswärtssieg — Gefühlschaos. 
„Ich kann es immer noch nicht glauben das ist so geil — schöner kann es nicht laufen“, war Möller nach Spielende überglücklich. Hübe, der schon einige Spiele gemacht hat, rang nach Superlativen: „Sowas habe ich lange nicht erlebt, unfassbar, überragend, sensationell.“ Nagel blieb zunächst nüchtern: „Normalerweise reicht unsere Leistung nicht, um auswärts zu punkten. Wir haben zu viele Fehler gemacht, Ferndorf hat den Sieg am Ende ein bisschen verspielt“, so der Chefcoach, „mit diesem Ergebnis gehen wir jetzt sehr leicht in die Pause, wir genießen das jetzt.“ Zurecht, denn das war ein Spiel, an das sich die „Roten Teufel“ noch lange erinnern werden. 
SG Leutershausen: Hübe, Mangold (bei zwei Siebenmetern) — Salger (5), Räpple (5/1), Kupijai, Pfattheicher (4), Lierz, Ruß (1), Bauer, Spohn (7), Kubitschek (1), Conrad, Karpstein, Möller (5). 
Strafminuten: Spohn (2), Conrad (2)
Zuschauer: 1095 (ausverkauft)

32:20 - Kantersieg gegen HSG Konstanz

Leutershausen gegen Konstanz - diese Partie hat eine ganz eigene Geschichte: Beide Teams stiegen nach der vergangenen Spielzeit ins Unterhaus der Bundesliga auf; Konstanz als Meister, die SGL als Zweiter. Während der Saison lieferten sie sich heiße Duelle, die attraktivsten Partien der Liga. Sie kennen und schätzen sich seit langem. Dass sie nun in der 2. Liga gegeneinander antreten durften, in der Tabelle nur durch zwei Punkte voneinander getrennt - Konstanz auf Platz 9, die Roten Teufel auf Platz 12 -, das war für beide schon ein kleiner Sieg. Allein die Tatsache, dass die gelb-blau gekleideten Fans der HSG in gleich zwei Bussen nach Leutershausen kamen, sprach für den Stellenwert dieser Begegnung. Über weite Strecken an diesem Abend lieferten sich beide Teams das erwartet spannende Handballspiel auf Augenhöhe, ehe Leutershausen in der zweiten Halbzeit aufdrehte und einen 32:20-Kantersieg landete.
„Vor der Runde hätten wir nicht geglaubt, dass wir in der Lage sein würden, in der zweiten Liga ein Spiel mit 12 Toren zu gewinnen. Es waren heute Kleinigkeiten, die für uns etwas ganz Großes haben entstehen lassen. Das müssen wir jetzt genießen. Es sind aber doch nur zwei Punkte, die wir aber vergolden können, wenn wir am 26. Dezember nach Ferndorf fahren und dort noch einmal gewinnen. Dann können wir wirklich sagen, ob wir einen Schritt nach vorne gemacht haben“, bilanzierte Rote-Teufel-Coach Marc Nagel.
„Ich kann noch gar nicht sagen, woran es heute alles gelegen hat“, sagte HSG-Coach Daniel Eblen nach der Partie, „wir waren einfach unterlegen in jeglicher Hinsicht. Über dieses Spiel muss man jetzt erst einmal schlafen - und dann: Kopf hoch. Direkt nach Weihnachten geht es weiter.“
Das Match war als „Spiel der Herzen“ angesetzt - und nicht wenige Handball-Fans steckten sich bald ein blinkendes Herz an die Brust. Mit dem Kauf dieser Herzen und dem Kauf eines Loses für eine Tombola unterstützten sie zwei Projekte, die sich in besonderer Weise schwer und chronisch kranken Kindern und Jugendlichen widmen: Zum einen der Kinderinitiative „Strahlenburg“, deren Ziel es ist ein Haus zu bauen, in dem neun Kinder betreut werden können, die zum Teil beatmet werden müssen. Einer der Gründer dieses Vereins ist Uli Roth. Zum anderen halfen die Fans „Radio RUMMS“, einem Projekt an der Universitätsmedizin Mannheim, das Kindern und Jugendlichen, die lange Zeit im Krankenhaus bleiben müssen, nicht nur die Zeit verkürzt, sondern auch noch Medienkompetenz vermittelt: Sie können selbst Radio machen, Interviews führen und die Musik bestimmen - für ein Programm, das überall im Klinikum live zu empfangen ist.
Spaß machte die Partie von der ersten Minute an: Konstanz ging zunächst mit zwei Toren in Führung, die Leutershausen kurz darauf egalisierte. Gut zehn Minuten hielt das Spiel die Balance, ehe sich die Hausherren erstmals entscheidend absetzten. Die Torparade begann mit einem herrlichen Kempa-Trick, den Sascha Pfattheicher zum 6:4 verwandelte (10.), und setzte sich fort mit Treffern von Räpple und Russ zum 8:4 (12.). Erstmals zog HSG-Coach Daniel Eblen die grüne Karte zur Auszeit. Die 900 Zuschauer in der Halle fieberten mit, und sie wurden weiter durch attraktiven Handball belohnt. Leutershausen zog noch auf 10:5 (15.) und 12:7 (19.) davon, ehe die HSG in dieser ersten Halbzeit wieder ernsthaft Paroli bot. Sie saugte sich wieder auf 12:10 (25.) heran. Besonders profitierte sie von ihrem giftigen Angriff, der die SGL-Abwehr immer wieder in den Kreis zwang. Gregor Thomann verwandelte die fünf daraus resultierenden Siebenmeter sicher für die Gäste. Auf Seiten der SG Leutershausen tat sich in den ersten 30 Minuten besonders Stefan Salger hervor: Vier Treffer, teils knallharte Würfe aus dem Rückraum, steuerte er zur Führung der Hausherren bei. Der Stand von 14:11 zur Pause spiegelte den leichten Vorteil für die Hausherren wider. Taktisch war die SGL konsequent geblieben, und das zahlte sich aus: „Unsere 5:1-Deckung, die wir zum ersten Mal gegen Mathias Riedel gespielt haben, weil wir vor ihm ganz großen Respekt hatten, ist sehr gut aufgegangen“, so Marc Nagel. Eine Führung also, die aber noch keine Euphoriestürme bewirkte - Leutershausen wusste aus früheren Begegnungen gegen Konstanz, wie schnell die HSG zurückkommen und eine Partie drehen kann.
Direkt nach dem Wiederanwurf parierte SGL-Keeper Alexander Hübe erst noch einen Siebenmeter, das hinderte die HSG Konstanz aber nicht an einer Aufholjagd. Bereits in der 34. Minute netzte Mathias Riedel zum 14:14 für die Gäste ein - alles wieder offen. Allerdings konterten die Roten Teufel die Begehrlichkeiten der Blauhemden und spielten sich abermals in einen Torerausch. Unterstützt von einem in dieser Phase glänzend aufgelegten Alex Hübe im Tor ließen sie es vorne krachen. Sechs Minuten nach dem Ausgleich lag die SGL wieder 20:15 vorne. Jetzt schaffte es Konstanz kaum noch vors Teufel-Tor - und wenn, dann stand dort immer wieder Hübe auf dem Posten. Die HSG wirkte immer unkonzentrierter, leistete sich unnötige Fehler, aus denen Gegenstöße der Hausherren entstanden - und die ließen sich nicht zwei Mal bitten. 25:16 lautete der Spielstand 14 Minuten vor Ende der Partie. Daniel Eblen platzierte abermals die grüne Karte auf dem Zeitnehmer-Tisch. Danach wirkte Konstanz kurzzeitig wieder agiler, stellte eine aggressive Abwehr und versuchte im Angriff die Roten Teufel durch hohes Tempo auseinanderzuspielen. Aber auch hier passierten Fehler, die Leutershausen in Person seines pfeilschnellen Außens Sascha Pfattheicher in den eigenen Vorteil ummünzte. Leutershausen überrannte den Mitaufsteiger in den Schlussminuten förmlich. Die HSG brach auseinander. 32:20 hieß es am Ende - die SG Leutershausen feierte ihren höchsten Sieg in dieser Saison. In der Freude über das für die Roten Teufel grandios gelaufene Südderby platzierte Coach Marc Nagel noch eine Botschaft in Richtung Liga: „Wenn man das heute miterlebt hat, dann sieht man, was für eine tolle Sportart wir betreiben, und wie toll das wäre, wenn wir eine 2. Liga Süd und eine 2. Liga Nord hätten - dann hätte man eine solche Stimmung mit so vielen tollen Fans nicht nur zwei oder drei Mal in der Saison. Dann hätten wir das viel öfter, und das würde unserer Sportart sicher sehr gut tun."
SG Leutershausen: Hübe, Mangold, Wetzel, Salger 7, Räpple 3/2, Kupijai 1, Pfattheicher 6, Lierz, Ruß 7, Spohn 6, Kubitschek, Conrad, Karpstein, Möller 2.
HSG Konstanz: Poltrum, Glatt, Schlaich 3, Thomann 6/5, Riedel 4, Flockerzie, Stocker 3, Oehler 3, Kaletsch, Krüger, Maier-Hasselmann, Gässler 2, Jud 1, Berchtenbreiter. 
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SGL verlängert mit Junioren

Die SG Leutershausen setzt ein wichtiges Zeichen. Vor dem Aufsteiger-Duell am Samstagabend um 20 Uhr gegen die HSG Konstanz verlängern die „Roten Teufel“ mit gleich drei Junioren-Nationalspieler die Verträge. Stefan Salger, Sascha Pfattheicher und Philipp Bauer bleiben der SGL auch in der kommenden Saison erhalten — damit stellen die „Roten Teufel“ die Weichen für die Zukunft. 

 

„Das ist natürlich sehr wichtig sowohl für die SGL als auch für die Entwicklung der jungen Spieler“, so Uli Roth, Sportlicher Leiter der SGL, „sie vertrauen darauf mit dem richtigen Trainer weiterzuarbeiten und vor allem viel zu spielen — das ist in Leutershausen möglich, wir freuen uns riesig über die Entscheidungen.“

 

Für Rückraum-Schütze Stefan Salger sprachen viele Argumente für einen Verbleib an der Bergstraße: „Wir haben ein super Team, sind eine Hammer-Truppe und haben mit Marc Nagel einen klasse Trainer — und auch das Umfeld ist super.“ Salger kam 2015 von der SG Kronau/Östringen zu den „Roten Teufeln“ und spielt mit 20 Jahren seine erste Zweitliga-Saison.

 

Auch sein Rechtsaußen-Kollege Pfattheicher machte die Aufstiegs-Saison mit, er bleibt ebenfalls bis 2018 an der Bergstraße. „Ich fühle mich im Umfeld einfach sehr wohl. Außerdem würde ich wahrscheinlich kaum bei einem anderen Verein in der 2. Bundesliga so viele Spielanteile bekommen — deshalb war es die beste Entscheidung.“

 

 

Bauer fällt aktuell noch aufgrund eines Muskelfaserrisses aus — der Mittelmann setzt mit der Vertragsverlängerung aber ein deutliches Zeichen: „Die SGL gab mir die Möglichkeit in der Zweiten Liga Fuß zu fassen. Die Verantwortlichen und vor allem Marc haben immer an uns junge Spieler geglaubt und uns stets das Vertrauen gegeben“, so der 20-Jährige, „außerdem bietet Leutershausen mir das beste Gesamtpaket zwischen Studium und hochklassigen Handball.“


Nagel verlängert bei der SGL

Marc Nagel hat seinen Vertrag bei der SG Leutershausen um ein weiteres Jahr verlängert. Der Cheftrainer der „Roten Teufel“ wird auch in der kommenden Handball-Saison 2017/2018 die Jungs von der Bergstraße von der Seitenlinie aus dirigieren.

 

„Im Endeffekt hat Uli Roth mich gefragt, ob ich weitermachen möchte“, so der 46-Jährige, „beziehungsweise hat er gesagt, dass es Sinn machen würde, wenn ich weitermache — und wenn er das sagt, dann glaube ich das auch.“

 

Der angesprochene Sportliche Leiter war überglücklich: „Wir sind über Marcs Entscheidung sehr froh und stolz“, so Uli Roth, „das zeigt auch seine Verbundenheit zum Verein, er ist ein Leutershausener — auch im Herzen.“

 

Nagel ist bereits seit 2013 Cheftrainer bei der SGL, übernahm damals nach dem Rücktritt von Holger Löhr das Traineramt. Mit Sascha Pfattheicher, Valentin Spohn, Stefan Salger, Philipp Bauer und Moritz Mangold stehen dem Karlsruher aktuell fünf Junioren-Nationalspieler zur Verfügung. 

 

Nagel: „Ich glaube, dass man sieht, wie wohl ich mich in Leutershausen fühle und wie viel Spaß mir diese Aufgabe macht — und wieso sollte man dann etwas ändern.“

 

„Er kann sehr gut mit jungen Spielern arbeiten, hat dort das richtige Händchen“, ist Roth überzeugt von Nagels Qualitäten, „nachdem nun die Trainerfrage geklärt ist, gehen wir optimistisch in die weiteren Gespräche  mit den Spielern — das ist schonmal die Basis.“

 

 

Das Aufsteiger-Duell am Samstag um 20 Uhr in der Heinrich-Beck-Halle gegen die HSG Konstanz steht unter dem Motto „Spiel der Herzen“ — im letzten Spiel vor Weihnachten wird für schwerkranke Kinder gesammelt.

 


SGL verliert in Emsdetten

Die Auswärtsfahrt nach Emsdetten hatten sich die Handballer von der SG Leutershausen wohl anders vorgestellt. Am Ende mussten sich die „Roten Teufel“ beim TV Emsdetten mit 29:34 (15:21) geschlagen geben. Schon vor Spielbeginn traf die SGL einen schweren Schlag: Mit Matthias Conrad fiel für die Auswärtsaufgabe der Abwehrchef der „Roten Teufel“ aufgrund von Krankheit aus. „Matthias hat uns in der Abwehr gefehlt, das hat man in einigen Situationen gesehen“, so SGL-Coach Marc Nagel nach dem Spiel. Doch zum Anfang: Die SGL fuhr mit großer Motivation in die Ems-Halle — schließlich wollte man nach vier verlorenen Spielen in Folge endlich wieder etwas Zählbares mit nach Hause bringen. Laut Uli Roth, Sportlicher Leiter der SGL, sollten es in diesem Jahr noch vier Punkte sein, gegen Lübbecke verlor man vergangene Woche in der Heinrich-Beck-Halle — nun die Niederlage in Emsdetten. 

 

Wie zuletzt setze Nagel von Anfang an auf Niklas Ruß auf der Mittelposition — auf Linksaußen begann Mark Wetzel, der noch unter der Woche seinen 33. Geburtstag feierte. Doch die SG erwischte einen denkbar ungünstigen Start, fand keine Lücke in der Emsdettener Abwehr, nach fünf Minuten lagen die „Roten Teufel“ bereits mit 0:4 im Hintertreffen. Beim TVE führte nahezu jeder Angriff zum Torerfolg, die Abwehr verteidigte zudem aggressiv. Das erste SGL-Tor erzielte Christopher Räpple per Siebenmeter — da waren schon knappe sieben Minuten gespielt. Und so allmählich kamen auch die SGL-Rückraumschützen ins Spiel: Valentin Spohn und Stefan Salger setzten nun offensiv Akzente, im Kasten brachte Nagel Youngster Moritz Mangold für SGL-Stammtorwart Alexander Hübe. Aber so richtig knapp wurde es noch nicht, noch immer liefen die Jungs von der Bergstraße einem Rückstand hinterher: 4:9 nach 12 Minuten. Die Hausherren wirkten im Gesamtbild einfach motivierter, entschlossener. Nagel versuchte nun einiges, wechselte auf vielen Positionen durch — Räpple und Kubitschek kamen für den Angriff, Hübe kehrte für den glücklosen Mangold wieder ins SGL-Tor zurück. Im Offensivspiel hielt Sascha Pfattheicher seine Truppe im Spiel, netzte gleich dreimal nacheinander ein (9:15 nach 19.). So war es ebenfalls der Junioren-Nationalspieler, der zum 12:16 verkürzen konnte — die SGL war erstmals wieder in Schlagdistanz. Doch die Abwehr funktionierte weiterhin nicht — nahezu jeder Angriff der Gastgeber führte zu einem Tor. Mit einem 15:21-Rückstand ging es in die Kabine.

 

Zumindest im Angriff lief es nun besser. Spohn zeigte, dass auf seine Shooter-Qualitäten Verlass ist, netzte zweimal ein. Die SGL-Abwehr blieb aber weiterhin zu harmlos, der TVE baute seinen Vorsprung aus: 18:24 leuchtete die Anzeigetafel in der 39. Minute. Zwischenzeitlich schaffte es die SGL immer mal wieder sich auf fünf Tore heranzukämpfen, man hatte das Gefühl, die Partie könnte noch kippen (22:27 nach 45.). Doch enger wurde es zunächst nicht mehr, der Rückstand blieb bestehen — gut zehn Minuten vor Schluss rief Nagel seine Männer noch einmal zusammen. Doch die Auszeit wirkte sich nicht positiv auf das SGL-Spiel aus, im Gegenteil: Die Bälle wurden im Angriff leichtfertig vergeben. Zumindest Räpple blieb sicher vom Siebenmeterstrich, versenkte all seine fünf Versuche. Dennoch war fünf Minuten vor Schluss klar, dass für die SGL nichts mehr zu holen ist — zu groß war der Abstand. 

 

„Wir haben den Start verschlafen“, sagte SGL-Coach Nagel nach der Begegnung, „wir haben es nicht geschafft, so eine Auswärtsfahrt wegzustecken und von der ersten Minute an präsent zu sein. In der zweiten Halbzeit hat Emsdetten dann das Nötige getan und das routiniert und souverän zu Ende gespielt.“

 

TVE-Coach Daniel Kubeš fand lobende Worte für die "Roten Teufel": "Leutershausen hat viele junge und talentierte Spieler. Es ist für mich eine der größten Überraschungen der Liga, dass sie so konstant spielen."

 

Die SGL muss nun positiv in die Zukunft schauen, schon am 17. Dezember kommt die HSG Konstanz, am zweiten Weihnachtstag gehts zum TuS Ferndorf — dann muss eben dort gepunktet werden. 

 

SG Leutershausen: Hübe, Mangold (9. bis 14.) — Wetzel, Salger (5), Räpple (5/5), Kupijai (1), Pfattheicher (5), Lierz, Ruß (2), Spohn (6), Kubitschek (1), Karpstein, Möller (4).

 

Strafminuten: Kupijai (2), Spohn (2)

 

 

Zuschauer: 1250


SGL verliert gegen Lübbecke

Die SG Leutershausen hat das Heimspiel gegen TuS-N Lübbecke in der 2. Handball-Bundesliga mit 26:31 (12:16) verloren. In der Heinrich-Beck-Halle mussten sich die "Roten Teufel" vor 600 Zuschauern geschlagen geben und damit die zweite Heimniederlage der Saison einstecken. 

 

Die Gäste aus Lübbecke kamen besser in die Partie, drückten dem Spiel von Anfang an ihren Stempel auf — und gingen schnell in Führung, zeigten eine souveräne Vorstellung. Immer wieder kam der Top-Torschütze der Zweiten Liga, Pontus Zetterman, zu einfachen Toren aus dem Rückraum — mit dem Schlusspfiff standen acht Treffer auf seinem Konto, auf TuS-N-Seite war nur Ante Kaleb mit neun Treffern erfolgreicher. Ebenfalls neunmal traf SGL-Schütze Valentin Spohn, war erfolgreichster Werfer der "Roten Teufel“, hielt die Truppe von Marc Nagel lange Zeit im Spiel und steht nun aktuell bereits bei 92 Saisontreffern — dennoch ging man mit einem Vier-Tore-Rückstand in die Halbzeitpause. 

 

In der zweiten Spielhälfte versuchte Nagel nochmal neue Impulse zu setzen, agierte mit Christopher Räpple auf der Mitte, gab auch dem jungen Moritz Mangold im Tor eine Chance. Und es fruchtete kurzzeitig: Während sich der Vier-Tore-Rückstand konstant durch das Spiel zog, kämpfte man sich nun wieder auf ein Tor heran (16:17 nach 36.). Die Abwehr stand nun sicherer, der Ausgleich wollte aber nicht fallen. Immer wenn die SGL wieder am Zug war, brachten sich die „Roten Teufel“ mit einfachen Fehlern und Zeitstrafen ins Hintertreffen. Eine Kombination aus unglücklichen Schiedsrichterentscheidungen, Wurfpech und Unerfahrenheit ließ die Gäste aus Lübbecke entscheidend davon ziehen. Gut zehn Minuten vor Spielende erhöhte Kenji Hövels auf 21:27 — das Spiel war damit so gut wie entschieden. 

 

Nagel bilanzierte nach der Partie: „Insgesamt war das eine ordentliche Leistung meiner Mannschaft. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit nochmal zurück ins Spiel gekämpft, dann aber verpasst den Ausgleich zu machen“, so der SGL-Coach, „jetzt stehen aber weitere schwere Spiele in Emsdetten und zu Hause gegen Konstanz an — dort wollen wir wieder punkten.“

 

Aaron Ziercke konnte zufrieden sein: “Vor diesem Spiel hatte ich richtig viel Respekt. Aber wir haben das letztendlich gut gemacht, waren in der Abwehr präsent und vorne auch gut im Spiel“, so der Gästetrainer, „zu Beginn der zweiten Halbzeit lassen wir dann Leutershausen erneut ins Spiel kommen, sodass sie bis auf ein Tor verkürzen können. Wir haben dann aber die Ruhe bewahrt und das Tempo etwas angezogen.“

 

SG Leutershausen: Hübe, Mangold — Wetzel (1), Salger (7), Räpple (1/1), Kupijai (1), Pfattheicher (4), Lierz, Ruß (1), Spohn (9), Kubitschek, Conrad, Karpstein, Möller (2)

 

TuS-N Lübbecke: Blazicko, Tatai — Genz, Kaleb (9), Bechtloff, Grabarczyk, Gierak (5), Tauabo (1), Gruszka, Torbrügge (2), Zetterman (8/4), Hövels (1), Remer (5/1)

 

Strafminuten: Nagel (2), Hübe (2), Wetzel (2), Salger (2), Kupijai (4), Kubitschek (2), Conrad (2) — Grabarczyk (6), Gierak (2), Torbrügge (4), Remer (2)

 

Zuschauer: 600

 


Guter Auftritt, keine Punkte

Dass die Auswärtsaufgabe in Eisenach keine leichte wird, das war schon vor Anwurf der Partie klar. Alle sechs Heimspiele entschieden die Thüringer in dieser Saison bisher für sich. "Wir wissen, dass dort die Trauben sehr hoch hängen", kündigte SGL-Coach Marc Nagel an. Doch was ist in dieser ausgeglichenen zweiten Bundesliga schon unmöglich? "Wir fahren dort hin, um auch etwas mitzunehmen", zeigte sich Matthias Conrad entschlossen. Ganz so gut lief es nicht: Die SGL hielt lange mit, brach dann aber ein, musste sich letztendlich mit 23:30 (13:14) geschlagen geben. 

 

Doch die "Roten Teufel" legten gut los. Schon im ersten Angriff hämmerte Junioren-Nationalspieler Stefan Salger den Ball zur 1:0-Führung in die Maschen  — es sollte vorerst die letzte bleiben. Denn die Abwehr stand noch nicht sicher: Auch Moritz Mangold, der den Vorzug vor Stammtorhüter Alexander Hübe bekam, konnte sich noch nicht auszeichnen. Um so wichtiger war es, dass auf die Rückraumschützen der SGL Verlass war — denn auf Rechtsaußen spielte mit Niklas Ruß ein Rechtshänder. Sascha Pfattheicher konnte die Reise nicht antreten, er lag krank im Bett. So war der ThSV, unterstützt von den gut 1722 Fans in der Werner-Aßmann-Halle, die spielbestimmende Mannschaft, kam im Angriff zu vielen leichten Treffern, führte nach zwölf Minuten im eigenen Wohnzimmer mit 6:4. Nach gut 15 Minuten drohte das Spiel der SGL aus der Hand zu gleiten, beim Stand von 8:5 nahm Nagel die erste Auszeit. Und das zeigte Wirkung. Im Angriff agierte man mit Marcel Möller und Alexander Kubitschek am Kreis, Mangold nahm im SGL-Kasten auch langsam Betriebstemperatur auf  — die Halle war kurzzeitig ruhig gestellt, als Jonas Kupijai nach 18 Minuten zum 8:8-Ausgleich einnetzte, es war wieder alles offen. Ruß dirigierte jetzt das SGL-Angriffsspiel, fand keine Anspiel-Station, und nagelte den Ball kurzerhand aus dem Stand zur 10:9-Auswärtsführung ins Eisenacher Tor. Bis zur Halbzeit blieb die Partie eng und umkämpft, Eisenach kam zurück, drehte die Begegnung wieder — nach 27 Minuten zeigte die Anzeigetafel 12:12, zur Halbzeit leuchtete eine 14:13-Führung für Eisenach. Aus SGL-Sicht ein Teilerfolg, für den vor allem der junge Mangold im SGL-Kasten verantwortlich war.

 

Die zweite Halbzeit begannen beide Teams nervös, technische Fehler bestimmte das Angriffsspiel beider Parteien. Und Mangold machte dort weiter, wo er mit dem Halbzeitpfiff aufhörte. Mit seinen Paraden hielt er die "Roten Teufel" im Spiel, so dass Marcel Möller den Ball mit dem Rücken zum Tor zum zwischenzeitlichen 15:15 einnetzen konnte (38.) — ein blinder Kracher unter die Latte, ein Treffer der Marke "Tor des Monats". Man spürte: Hier war etwas zu drin. Doch dann schlichen sich leichte Fehler ein, der Abschluss wurde zu früh gesucht — dann ging es ganz schnell: Zwei Gegenstöße brachten Eisenach mit 19:17 in Front (42.). Das Spiel drohte wieder einmal auf die Seite der Hausherren zu kippen — Nagel rief seine Jungs zusammen. Für ein paar Minuten bekam nun Hübe im SGL-Kasten die Chance, es galt schließlich einen Drei-Tore-Rückstand aufzuholen (19:22 nach 47.) — kurz darauf stand aber bereits wieder Mangold in der Hütte. Im Angriff war es Spohn, der die SGL mit seinen Treffern im Spiel hielt, insgesamt kam der beste Leutershausener Schütze auf sieben Treffer. Die SGL versuchte alles, doch der Rückstand wollte nicht schmelzen, vielmehr: Er wuchs noch weiter, eine 27:22-Führung für Eisenach acht Minuten vor Spielende. Schlimmer: Der Treffer in der 47. Minute blieb bis zum Abpfiff das vorletzte SGL-Tor der Partie, deren Ergebnis keineswegs die Leistung widerspiegelt. 

 

"Die erste Halbzeit war stark. Da haben wir alles umgesetzt, was wir uns auch vorgenommen hatten", so Möller, "das hat dann am Ende gar nicht mehr geklappt, ich habe keine Ahnung warum." Und auch Mangold schloss sich an: "In der zweiten Halbzeit haben wir dann zu viele technische Fehler gemacht", so der Junioren-Keeper, "das Ergebnis fällt dann natürlich zu hoch aus." 

 

"Wir haben bis zur 45. Minute einen sehr guten Job gemacht, unangenehm gespielt", so Nagel, "dann hatte ich den Eindruck, dass wir auswärts noch zu ängstlich sind. Wir nutzen unsere Chance nicht. Unterm Strich war das dann zu wenig, um hier mit Punkten rauszugehen. Trotzdem großen Respekt an meine Mannschaft, das war trotz der Niederlage wieder ein Schritt nach vorne." 

 

Christoph Jauernik, Cheftrainer des ThSV, zollte der SGL Respekt: "Das war sicherlich kein Zufall, dass es hier lange knapp war. Sie haben eine junge, starke Mannschaft — und wir wussten das." 

 

Und auch Nagel betonte nochmal, dass für die SGL in den nächsten Spielen um viel geht: „Wir haben jetzt erstmals drei Spiele hintereinander verloren — das ist für uns eine neue Situation“, so der Chefcoach, „jetzt kommt Lübbecke, danach fahren wir nach Emsdetten — es geht um jeden Punkt.“

 

SG Leutershausen: Mangold, Hübe (bei einem Siebenmeter und von 46. bis 49.) — Wetzel (1), Salger (6), Räpple (4/3), Spohn (7), Ruß (1), Kubitschek, Kupijai (3), Lierz, Conrad, Karpstein, Möller (1).

 

Strafminuten: Kubitschek (2), Möller (2)

 

 

Zuschauer: 1722


Starke Leistung, trotzdem verloren

SG Leutershausen muss sich Bietigheim 23:27 geschlagen geben

(rkü) Die Heimserie der SG Leutershausen ist gerissen: Gegen die SG BBM Bietigheim mussten die Roten Teufel von der Bergstraße eine 23:27 (15:14)-Niederlage einstecken. Damit gehen sie an am Doppelspieltag der 2. Handball-Bundesliga, in dem sie am Freitag bereits in Hüttenberg verloren, ohne Punkte aus. Leutershausen rutscht auf Rang neun der Tabelle, die SG BBM Bietigheim erobert die Tabellenspitze.

 

Dabei zeigten die Bergsträßer gegen eines der stärksten Teams der zweiten Liga eine mehr als ansprechende Partie. „Unsere Mannschaft hat heute trotz der Niederlage wieder einen Schritt nach vorne gemacht“, analysierte SGL-Trainer Marc Nagel nach dem Spiel. Sein Pendant Hartmut Mayerhoffer ergänzte: „Es wundert mich nicht, dass Leutershausen bis heute zu Hause ungeschlagen war. Das war heute eine sehr schwere Aufgabe. Den Unterschied hat am Ende ausgemacht, dass wir eine sehr starke Bank hatten, mit der wir über die vollen 60 Minuten gehen konnten. Trotz des Spiels am Freitag hatten wir noch ausreichend Körner.“

 

Bereits in der ersten Hälfte boten beide Mannschaften den gut 800 Fans in der Heinrich-Beck-Halle ein äußerst lebhaftes Handballspiel, geprägt von hohem körperlichem Einsatz und schnellen Spielzügen. Hohe Konzentration, zum Teil hochklassige Torhüterparaden, auch Fehler auf beiden Seiten - eine Melange, die die Stimmung im Baden-Württemberg-Derby an diesem Sonntag schnell an den Siedepunkt brachte. Und die Roten Teufel machten dem Favoriten aus Bietigheim das Leben richtig schwer - . Die ersten zehn Minuten gestalteten sie ausgeglichen, mussten sogar eine rote Karte gegen Mark Wetzel verkraften (8. Minute), den das Schiedsrichtergespann wegen einer Tätlichkeit des Spielfeldes verwies. Vom Verlust ihres Linksaußens ließen sie sich aber nicht weiter beeindrucken, sondern legten danach noch eine Schippe drauf. Zwischen der elften und 15. Minute zogen sie ihren Gegnern bis auf 10:6 davon - der Moment, in dem Hartmut Mayerhoffer erstmals die grüne Karte zur Auszeit zog. Die Schwaben bewiesen Qualität, konterten Zug um Zug, und in der 24. Minute waren sie wieder da: 11:11. Immerhin verstand es die Mannschaft von Marc Nagel nun, der SG BBM den Wind unter den Flügeln weg zu saugen. Sie verwickelte die Gäste in eine turbulente Schlussphase dieser ersten Hälfte, die sie nach einer Spitzenparade von Alexander Hübe schließlich für sich entschied: 15:14 hieß es zur Pause - und der Jubel auf der Teufelsbank war fast schon so groß wie nach einem Sieg. „Dass wir hier nach einem Spiel wie am Freitag vorne liegen, hätte wahrscheinlich niemand gedacht“, so Marc Nagel.

 

Nach dem Wiederanwurf verlor die Partie kaum an Intensität. Allerdings zwang Bietigheims Abwehr, jetzt noch schneller und flexibler als zuvor, die Roten Teufel zu Abschlüssen aus ungünstigen Situationen. Spohn, Salger und Co. blieben kaum noch Freiräume für ihre ansonsten harten Würfe. Die Gäste nutzten diesen minimalen Vorteil und holten sich die Führung zum 17:19 (40.). Aber nun war dies ein Spiel, in dem sich keine Mannschaft einer Führung zu sicher sein sollte. Denn nun drehte Leutershausen auf, zwang seine Gegner in Fehler und drehte das Spiel abermals: 21:20 führte die SGL nach 45 Minuten - alles wieder ausgeglichen. Zunächst jedenfalls. Bietigheim zeigte sich siegeswillig, mobilisierte Reserven - und zwar erfolgreich und unter tätiger Mithilfe ihres Torwarts Domenico Ebner: „Er hat zwei Mal doppelt gehalten - das ist für uns dann noch zu viel, um einen Punkt zu holen“, so Marc Nagel später. Bis zur 53. Minute erarbeiteten sich die Schwaben erst eine Drei-, dann eine Vier-Tore-Führung: Robin Haller verwandelte 21:25 - die Vorentscheidung? In jedem anderen Spiel vielleicht. In diesem handelte sich Bietigheim erst noch eine doppelte Strafzeit ein, die Leutershausen nutzte, um noch einmal auf zwei Tore zu verkürzen. Am Ende standen die Schwaben aber stabiler und nutzte die zuletzt offenere Spielweise der Hausherren aus. Zwei weitere Treffer von Robin Haller machten das 23:27 perfekt - der Endstand.

 

SG Leutershausen: Hübe, Magold, Wetzel, Salger 9, Räpple 2/1, Kupijai, Pfattheicher 2, Ruß, Bauer 2, Spohn 6, Kubitschek, Conrad, Karpstein, Möller 2.

 

SG BBM Bietigheim: Ebner, Trinkner, Haller 6, Rentschler 4, Dahlhaus 2, Schäfer 3/1, Schmidt 1, Babarskas 5, Barthe 3, Scholz 1, Doll, Emrich 1, Emanuel, Lohrbach 1.

 


SGL verliert in Hüttenberg

Die SG Leutershausen hat das Auswärtsspiel in der 2. Handball-Bundesliga beim TV 05/07 Hüttenberg mit 31:24 (14:11). Vor 969 Zuschauern liefen die „Roten Teufel“ die gesamte Partie einem Rückstand hinterher. 

 

Die Begegnung der beiden Aufsteiger begann nervös, beide Teams ließen in der Anfangsphase klarste Torchancen liegen, erst in der fünften Spielminute fiel der erste Treffer der Partie. SGL-Coach Marc Nagel nahm von Beginn an im Angriff seinen Schlussmann Alexander Hübe auf die Bank, spielte mit sieben Feldspielern. Doch es lief offensiv noch nicht rund — der TVN ging schnell mit 2:0 in Führung (7.). Matthias Conrad kam in die Partie, stabilisierte die Deckung, Hübe parierte und der erste SGL-Treffer der Partie fiel: Sascha Pfattheicher per Gegenstoß zum 2:1 (8.). Und auch in Überzahl wurden beste Wurfgelegenheiten ausgelassen, so zeigte die Anzeigetafel nach zehn Minuten lediglich einen Treffer für die „Roten Teufel“ an. Und es wurde nicht besser: die Abwehr wirkte nicht wach, Hüttenberg fand immer wieder die Lücke und zog davon: 7:2 nach 16 Minuten — Nagel hatte genug gesehen, zog die erste Auszeit. 

 

Mit der Einwechslung von Philipp Bauer kam zumindest im Angriff eine Waffe ins Spiel. Er netzte mit seinen ersten zwei Aktionen per Unterarmwurf ein. Die Abwehr blieb dennoch instabil, nahezu mit jeder Aktion konnten die Hausherren zum Torerfolg kommen, so stand es nach 23 Minuten bereits 11:6. So richtig wegziehen konnte der TVH aber nicht, ein kleiner Zwischenspurt der SGL brachte die Jungs von der Bergstraße zumindest wieder in Schlagdistanz (11:8 nach 24.). Christopher Räpple zeigte sich sicher vom Siebenmeterstrich, kurz darauf schlug Junioren-Nationalspieler Stefan Salger erstmals zu. Nur noch 12:10 — die SGL hatte sich wieder zurück in die Partie gekämpft. Dennoch ging man nach einer turbulenten ersten Spielhälfte mit einem 14:11-Rückstand in die Kabine. 

 

Die zweite Halbzeit knüpfte am Ende der ersten Spielhälfte an. Die SGL-Abwehr ließ viele Chancen zu, doch im Angriff bewies Valentin Spohn einmal mehr, dass er mit seinen 19-Jahren zurecht der beste Feldtorschütze der 2. Handball-Bundesliga ist. Auch das Zusammenspiel mit dem Kreis klappte nun besser, Marcel Möller verkürzte in der 35. Minute auf 17:15. Doch der Anschlusstreffer wollte nicht fallen, leichte Fehler schlichen sich ein, die Hausherren zogen wieder davon, 20:16 nach 38 Minuten. Der Vier-Tore-Rückstand blieb bis 15 Minuten vor Schluss bestehen, die SGL biss sich an der TVN-Abwehr die Zähne aus und auch die Gegentore fielen zu leicht — Schlussmann Hübe bekam kaum eine Hand an den Ball. Einzig Bauer und Spohn hielten die „Roten Teufel“ mit ihren Treffern im Spiel. Als der TVN dann aber acht Minuten vor Schluss auf 26:20 erhöhen, war die Niederlage so gut wie besiegelt. 

 

Nagel nach dem Spiel: „Wir haben Glück gehabt, dass wir in der ersten Halbzeit nicht unter die Räder gekommen sind“, sagte er, „der Sieg ist völlig in Ordnung — diesmal waren wir bis auf einen kurzen Moment chancenlos. Auswärts müssen wir mehr den Kopf einschalten.“ 

 

„Wir haben uns in der Anfangsphase ein bisschen einschüchtern lassen“, sagte Spohn nach dem Spiel, „Hüttenberg hat ihr Spiel gemacht, wir sind nicht zu unserem gekommen. Auch in der Abwehr sind die Tore viel zu leicht gefallen.“ Und auch Möller schloss sich an: „Wir kamen nie dichter als zwei Tore ran“, sagte der Kreisläufer, „das hat uns am Ende das Genick gebrochen.“ Auch der Sportliche Leiter, Uli Roth, ordnete die Niederlage ein: „Heute hat eine sehr junge Mannschaft gegen eine sehr abgezockte Mannschaft verloren — das hat am Ende den Ausschlag gegeben.“

 

Bereits am Sonntag geht es für die SGL weiter. Um 17 Uhr erwartet man in der Heinrich-Beck-Halle das Topteam der SG BBM Bietigheim. „Neben TuS N-Lübbecke ist Bietigheim aktuell die überzeugendste Mannschaft der Liga“, so Nagel, „ jeder Punkt, den wir jetzt holen, ist Bonus.“ 

 

SG Leutershausen: Hübe, Mangold (ab 51.)— Wetzel (1), Salger (1), Räpple (3/2), Kupijai (1), Pfattheicher (4), Ruß, Bauer (3), Spohn (7), Kubitschek, Conrad, Karpstein, Möller (4). 

 

Strafminuten: Salger (2), Ruß (2), Bauer (2)

 

 

Zuschauer: 969


26:26-Remis - SGL bleibt zu Hause ungeschlagen

Das war mal wieder ein Nervenkrimi bis zum Schluss. Die SG Leutershausen trennt sich in ihrem Heimspiel in der 2. Handball-Bundesliga gegen den Dessau-Roßlauer HV 06 mit 26:26 (11:14) — Junioren-Nationalspieler Stefan Salger erzielte zwei Sekunden vor Schluss den umjubelten Ausgleich. 

 

Die Gäste aus Dessau starteten konzentriert in die Begegnung, spielten sich schnell gute Chancen und eine 2:1-Führung heraus (3.). Im SGL-Angriff konnte sich Coach Marc Nagel auf seine Rückraum-Shooter verlassen, die ersten Tore für die „Roten Teufel“ erzielten Junioren-Nationalspieler Valentin Spohn und Stefan Salger. Doch es wollte im Angriff noch nicht so richtig laufen, nach zehn Minuten lief man noch einem 3:4-Rückstand hinterher. Rund 50 DRHV-Fans — die ihre Mannschaft lautstark unterstützten — mussten sich dann aber den ersten Führungswechsel ansehen. Salger netzte zum 5:5 (10.) ein, wenig später traf Niklas Ruß per Siebenmeter zur ersten SGL-Führung (14.). Doch das Spiel blieb knapp, die Führung übernahmen wieder die Gäste — 6:7 nach 15 Minuten, Nagel rief zur ersten Auszeit. 

Die Abwehr stand nun sicherer, SGL-Schlussmann Alexander Hübe kam mehr und mehr in die Partie, dennoch fanden die Gäste ein ums andere Mal die Lücke in der SGL-Abwehr: 7:8 nach 19 Minuten. Nun war auch die gut besuchte Heinrich-Beck-Halle da, Hübe parierte vom Siebenmeterstrich, Rechtsaußen Sascha Pfattheicher verwandelte per Kempa-Trick zum 8:8 (20.). Auch wenn die SGL die Minuten vor der Halbzeit in Unterzahl überstehen musste, der Spielstand blieb knapp. Im Angriff nahm Nagel seinen Schlussmann Hübe auf die Bank, setzte in Unterzahl auf die Variante mit dem sechsten Feldspieler. Aber Dessau spielte konzentriert, nutzte seine Möglichkeiten, kämpfte sich einen Vier-Tore-Vorsprung heraus, 10:14 nach 29 Minuten — mit der Schlusssirene verkürzte Christopher Räpple noch zum 11:14-Halbzeitstand.

 

„Gegen Hamm lief es in der ersten Halbzeit ja auch noch nicht“, bilanzierte Uli Roth, Sportlicher Leiter der SGL, in der Pause, „wir haben noch zu wenig Zugriff im Angriff.“ Und es wurde besser: Torwart Youngster Moritz Mangold setzte mit drei Paraden gleich zu Anfang ein Zeichen, im Gegenzug netzte erst Spohn zum 13:14-Anschlusstreffer (32.), kurz darauf Ruß vom Siebenmeterstrich zum 14:14-Ausgleich, unmittelbar danach die 15:14-Führung abermals durch Spohn. Nun stand die Halle Kopf, der SGL-Shooter sorgte zwischenzeitlich sogar für die Zwei-Tore-Führung (17:15 nach 39 Minuten). Doch so richtig absetzen konnte sich auch die SGL nicht, die Führung wechselte ständig, jede Aktion war umkämpft. in der 44. Minute waren wieder die Gäste in Front — es bahnte sich wie so häufig eine spannende Schlussphase an. Doch den schnellen DRHV-Mittelmann Vincent Sohmann bekamen die „Roten Teufel“ nicht in den Griff, einzig Alexander Hübe hielt die SGL im Spiel, Salger zum 22:23-Anschlusstreffer (53.), Räpple zum 23:23-Ausgleich (55.) — eine Minute vor Schluss stand noch die 25:26-Gästeführung. Doch dann kam der Lucky-Punch: Zwei Sekunden vor Schluss schmetterte Salger den Ball zum Ausgleich in die Maschen — die SGL bleibt weiterhin zu Hause ungeschlagen. 

 

„Ich denke wir können uns gegenseitig zum Punktgewinn gratulieren“, so Gästetrainer Uwe Jungandreas nach der Partie, „letztendlich war es aus meiner Sicht ein gerechtes Unentschieden.“ Und auch Nagel war glücklich: „Wenn man den Ausgleich kurz vor Schluss erzielt, muss man natürlich von einem gewonnen Punkt reden“, so der SGL-Coach, „wir haben am Anfang großen Respekt gehabt. Trotzdem ist es Wahnsinn, dass wir gegen diese Abwehr 26 Tore geworfen haben — in der zweiten Halbzeit haben wir uns zum Glück gesteigert und stark gekämpft.“

 

SG Leutershausen: Hübe, Mangold (ab 27.) — Wetzel, Salger (5), Räpple (3), Kupijai, Pfattheicher (1), Ruß (8/4), Spohn (3), Pestinger, Kubitschek (1), Conrad, Karpstein, Möller (4). 

 

DRHV: Döhler, Ambrosius — Pavlicek (7/3), Donath, Wasielewski (5), Vanco (2), Sohmann (7), Sliwka (4), Pfeiffer, Schmidt, Schade, Hanner (1).

 

Strafminuten: Möller (2), Conrad (2), Salger (2), Kubitschek (2), Spohn (2), Kupijai (2) — Vanco (2), Sohmann (2), Sliwka (2), Schmidt (2), Schade (2). 

 

 Zuschauer: 700


MIMI KRAUS IM INTERVIEW


WAHNSINN! SGL besiegt auch den ASV Hamm

Die SG Leutershausen bleibt zu Hause ungeschlagen. Die „Roten Teufel“ haben in der 2. Handball-Bundesliga auch den ASV Hamm-Westfalen besiegt und wahren damit ihre weiße Weste in der heimischen Heinrich-Beck-Halle, 24:21 (10:13) der Endstand. 

 

„Das war ein Hammer-Spiel“, resümierte SGL-Coach Marc Nagel, „das können wir jetzt genießen.“ Der ASV startete besser in die Partie, kam zu einfach zum Torerfolg — die Konsequenz: ein früher 1:3-Rückstand. Und auch im Angriff lief es nicht rund, nur zwei erzielte Tore nach sechs Minute, 2:6-Rückstand —Nagel rief seine Jungs zur ersten Auszeit zusammen.

 

Doch es wurde nicht besser, die offensive ASV-Abwehr bereitete den „Roten Teufeln“ große Probleme, die Ballverluste häuften sich, 5:9 bereits nach zwölf Minuten. Die SGL kämpfte sich vor den Augen von Weltmeister Michael „Mimi“ Kraus zurück ins Spiel, Philipp Bauer zum 8:11. Die Abwehr wirkte nun aggressiver, auch die SGL-Rückraumschützen kamen besser ins Spiel. Kurz vor der Halbzeit wurde dann auch noch ASV-Schlussmann Dennis Doden zum Faktor — mit einem 10:13-Rückstand ging es in die Kabine. 

 

„Das war in den ersten 30 Minuten ein Klassenunterschied“, so Nagel, „unter normalen Umständen hätten wir dieses Spiel nicht gewonnen.“ Die zweite Spielhälfte begannen die „Roten Teufel“ besser, Valentin Spohn und Sascha Pfattheicher konnten auf 12:13 verkürzen (32.). Der ASV ließ nun beste Torchancen ungenutzt, Alexander Hübe erwies sich als starker Rückhalt. Spohn zum umjubelten 14:14-Ausgleichstreffer (35.). Das Spiel blieb knapp, Salger zum 16:16, Christopher Räpple kurz darauf zur 16:17-Führung. Es entwickelte sich eine hektische Schlussphase, zehn Minuten vor Abpfiff konnte sich die SGL erstmals mit drei Toren absetzen — Salger zum 22:19 (55.), Hübe zog dem ASV-Angriff den Zahn. „Hier hätten wir punkten müssen“, so Gästetrainer Nils Pfannenschmidt, „wir haben die SGL wieder zurück ins Spiel geholt — aber wer am Ende mit drei Toren führt, der gewinnt auch verdient.“

 

SG Leutershausen: Hübe, Mangold (7.-14) — Möller (2), Wetzel, Salger (3), Räpple (7/6), Kupijai (1), Pfattheicher (3), Ruß, Bauer (5), Spohn (3), Pestinger, Kubitschek, Conrad. 

ASV Hamm-Westfalen: Storbeck, Doden, Brosch (2), Fuchs, Fridgeirsson (4), Eggert, Ritterbach (4), Gudat (2), Zintel (2), Possehl (2), Savvas (4), Neuhold (1).

Strafminuten: Salger (2), Mangold (2), Wetzel (4), Ruß (2); Brosch (2), Fuchs (2), Neuhold (2).

 

Zuschauer: 500

 


Salger und Spohn geehrt

 

Die beiden Junioren-Nationalspieler der SG Leutershausen, Valentin Spohn und Stefan Salger, wurden heute im Rathaus Leutershausen offiziell für ihren Vize-Europameisterschaftstitel geehrt. Im August erreichten sie mit der deutschen U20-Auswahl in Dänemark das Endspiel — und mussten sich nur knapp in der Verlängerung gegen Spanien geschlagen geben.

 

„Klar war man anfangs etwas enttäuscht“, sagte Spohn, „aber Vize klingt dann doch viel besser als Dritter.“  Und auch Salger blickte zurück: „Das Finale war sehr eng, insgesamt war es aber ein super Turnier und eine große Erfahrung.“ Manuel Just, Bürgermeister der Gemeinde Hirschberg, gratulierte den beiden Talenten: „Das war eine besondere Leistung, der Handball hat hier in der Umgebung ja einen sehr großen Stellenwert. Gerade die SG hat schon viele Spitzenhandballer hervorgebracht — deshalb freut uns mich umso mehr für die jungen Spieler.“ 

 

Auch Uli Roth freut sich, dass die Nachwuchsarbeit an der Bergstraße so erfolgreich läuft: „Die jungen Spieler wissen, dass sie bei uns zum Einsatz kommen können“, so der Sportliche Leiter, „die Rahmenbedingungen bei der SGL sind professionell, wir ebnen dem Nachwuchs den Weg nach oben.“

 

„Ich möchte auch nicht Sascha Pfattheicher vergessen, der die EM nur aufgrund von einer Verletzung absagen musste“, ergänzte Just, „dennoch, kurz gesagt: Ihr habt ein „saustarkes“ Turnier gespielt — das wollen wir würdigen.“

 

Große Ehre: Spohn und Salger durften sich in das Goldene Buch der Gemeine Hirschberg eintragen. 

 

 

Die nächste Aufgabe findet bereits am kommenden Mittwochabend statt. Um 20 Uhr erwartet man in der heimischen Heinrich-Beck-Halle den ASV Hamm-Westfalen — auch Bürgermeister Just hat sich bereits  angekündigt. 

 


SGL hält in Rimpar lange mit

 

Am Ende war es keine eindeutige Sache. Die SG Leutershausen hat das schwere Auswärtsspiel bei den DJK Rimpar Wölfen lange offen gehalten — und letztendlich doch verloren. Mit 26:20 (13:12) musste sich die SGL in der s.Oliver-Arena in Würzburg vor gut 1.600  Zuschauern geschlagen geben. 

 

Den Start in die Partie hatten sich die „Roten Teufel“ anders vorgestellt. Die SGL-Abwehr stand noch nicht sicher, die „Wölfe“ aus Rimpar wirkten entschlossener, gingen bereits nach vier Minuten mit 3:1 in Führung. Im Angriff fanden die SGL-Jungs immer wieder die Lücke über den Kreis — Christopher Räpple hielt die Jungs von der Bergstraße vom Siebenmeterstrich im Spiel (7.). Doch die technischen Fehler wurden nicht weniger, Rimpar nutze das, zog zwischenzeitlich auf 8:5 weg (10.) — Grund genug für Marc Nagel die erste Auszeit zu ziehen. 

So richtig Wirkung zeigten seine Worte aber nicht, der Angriff wirkte weiter unsicher, mit der Einwechslung von Mittelmann Philipp Bauer kam mehr Struktur ins SGL-Angriffsspiel. Ballverluste wurden von den Hausherren aber weiterhin konsequent bestraft — die Gegenstöße kamen schneller als der SGL recht war — 11:7 nach 20 Minuten. Nach und nach stabilisierte sich die Deckungsformation, Schlussmann Alexander Hübe kam besser in die Partie, Bauer und Valentin Spohn sorgten im Gegenzug für die notwendige Torgefahr — in die Kabinen ging es mit einem Unterarm-Kracher von Bauer zum 13:12.

 

„Das war eine unserer schlechtesten Halbzeiten“, zog der Sportliche Leiter der SGL, Uli Roth,  bereits in der Halbzeit ein Fazit, „aber wir sind noch im Spiel — das macht Hoffnung für die zweite Spielhälfte.“

 

Und die begann mit einem gut aufgelegten Bauer, der es gleich zweimal hintereinander im „Wölfe“-Tor krachen ließ (33.). Die Begegnung blieb somit knapp, nur der Ausgleich wollte nicht fallen: Hübe verfehlte das leere Tor, Niklas Ruß scheiterte frei vor DJK-Schlussmann Max Brustmann — im Gegenzug netzen die „Wölfe“ per Kempa-Tor zum 20:17 ein (42.). Für Nagel Grund genug, um seine Jungs zur Auszeit zusammenzurufen. Junioren-Nationalspieler Spohn konnte zwar noch auf 20:18 verkürzen, der Zwei-Tore-Rückstand blieb aber bis zur 47. Minute bestehen. Immer wenn die SGL in Schlagdistanz war, schlichen sich kleine Unkonzentriertheiten und Fehler ein — in der 52. Minute zogen die Hausherren erstmals auf vier Tore davon (23:19), die SGL verlor den Anschluss, — musste sich am Ende mit 26:20 geschlagen geben. 

 

„Rimpar hat eine gute Deckung gespielt, dahinter war ihr Keeper Brustmann auch heute für die besonderen Momente zuständig“, sagte SGL-Coach Nagel, „ich glaube, dass wir über 40 Minuten einen guten Job gemacht haben, Kompliment an meine Mannschaft — wir haben uns über lange Zeit gut verkauft, daraus müssen wir lernen.“

 

Und auch DJK-Trainer Matthias Obinger hatte für die SGL viel Lob übrig: „Die Aufsteiger sind in diesem Jahr so stark wie nie — Leutershausen hat uns heute viel abverlangt.“ 

 

SG Leutershausen: Hübe, Mangold (bei zwei Siebenmeter) — Wetzel, Salger (2), Räpple (4/4), Kupijai, Pfattheicher (1), Ruß (1), Bauer (6), Spohn (4), Pestinger, Kubitschek, Conrad, Möller (2).

 

Strafminuten: Salger (2)

 

Zuschauer: 1680

 


WAHNSINN! SGL ringt auch TUSEM Essen nieder

Die „Roten Teufel“ haben einen Lauf, die Heimstärke hält an. Nun wurde am Samstag der nächste hochkarätige Gegner, TUSEM Essen, in der heimischen Heinrich-Beck-Halle geschlagen. Am Ende stand ein 28:25-Heimsieg, man ist in der 2. Handball-Bundesliga zu Hause immer noch ungeschlagen — 11:5 Punkte stehen bereits auf dem Konto des Aufsteigers, der Höhenflug geht weiter.

 

 

Wie so häufig bahnte sich eine spannende Partie an. Die SGL startete gut, spielte sich schnell eine 2:1-Führung heraus (3.). Doch auch die Gäste zeigten, dass sie die fünf Stunden Busfahrt aus Essen nicht umsonst auf sich genommen haben. Angeführt von Mittelmann Michael Hegemann stellte der TUSEM eine aggressive Deckung, und kam im Angriff zu einfachen Treffern. Führungswechsel: 2:4 nach sieben Minuten. Es entwickelte sich eine enge Partie, jeder Ball war umkämpft — doch gerade auf die Junioren-Nationalspieler Valentin Spohn und Stefan Salger war auf Seiten der SGL Verlass. Salger netzte bereits in den ersten 30 Minuten fünfmal ein und kam am Ende auf sieben Tore. Nun bekam auch SGL-Schlussmann Alexander Hübe die Hand an den Ball, sorgte mit seinen Paraden für den notwendigen Rückhalt, um die Führung zu verteidigen. Christopher Räpple zeigte sich sicher vom Siebenmeterstrich, Marcel Möller netzte zur 7:6-Führung. So richtig absetzen konnten sich die „Roten Teufel“ aber nie, zu oft war der Pfosten im Weg — Salger verwandelte mit dem Halbzeitpfiff zum 14:12.

 

Die ersten fünf Minuten der zweiten Spielhälfte gehörten SGL-Schlussmann Alexander Hübe. Fünf Paraden hintereinander, darunter ein vereitelter Siebenmeter. Doch auch sein Gegenüber Sebastian Bliß verhinderte, dass sich die Jungs von der Bergstraße weiter absetzen konnten. Im Essener Angriff wurde Hegemann immer mehr zum Faktor, hielt den TUSEM im Spiel — 19:18 nach 41 Minuten. Die Schlussphase wurde wie so häufig zur Nervenschlacht. Spohn und Bauer sorgten für die wichtigen Tore, Nachwuchskeeper Moritz Mangold kam ins Spiel und entschärfte sofort zwei Bälle. „Mo ist ja eigentlich noch A-Jugend“, so SGL-Coach Marc Nagel, „das war ganz wichtig — auch damit Hübe mal eine Pause bekommt.“ In den letzten Minuten erlaubten sich dann die Essener zu viele technische Fehler. Möller vom Kreis, Sascha Pfattheicher im Gegenstoß nutzten das eiskalt aus. Zudem lief Hübe wieder zu Hochtouren auf — 28:25, die nächste Sensation war perfekt. 

 

„Wir haben eine sehr, sehr starke erste Halbzeit gespielt, nur das Ergebnis hat nicht ganz gepasst“, so SGL-Coach Nagel, „am Ende bin ich natürlich sehr glücklich, mit 11:5-Punkten haben wir jetzt etwas in der Hand — es ist ganz wichtig die auswärts geholten Zähler auch zu Hause zu bestätigen.“

 

„Das Hauptproblem war bei uns der Angriff. Die Effektivität war einfach zu niedrig — zudem haben wir uns zu viele technische Fehler erlaubt“, so Gästetrainer Stephan Krebietke nach dem Spiel, „natürlich sind wir jetzt unglücklich, ansonsten haben wir eine halbwegs ordentliche Leistung abgeliefert — so ist das manchmal, wir müssen nach vorne schauen.“

 

Und auch die SGL schaut nach vorne: Bereits am Samstag wartet das schwere Auswärtsspiel beim Aufstiegskandidaten DJK Rimpar…

 

SG Leutershausen: Hübe, Mangold — Wetzel, Salger (7), Räpple (2/2), Kupijai (3), Pfattheicher (3), Ruß, Bauer (2), Spohn (6), Kubitschek, Conrad, Möller (4), Pestinger, Karpstein. 

 

TUSEM Essen: Bliß, Heissenberg — Beyer (3/1), Ellwanger (1), Schäfer, Schlüter (3), Keller (3), Hegemann (4), Roosna (2), Szczesny (6), Käsler, Seidel (2), Mürköster (1). 

 

Zeitstrafen: Kupijai (2) — Hegemann (2), Seidel (4). 

 

 

Zuschauer: 700

 


SGL siegt in Neuhausen

Es ist wie im Märchen, die "Roten Teufel" haben es schon wieder getan. Eine etablierte Mannschaft in der 2. Handball-Bundesliga geschlagen — und das auch noch auswärts. Diesmal musste der TV 1893 Neuhausen in der heimischen Hofbühlhalle dran glauben. Die SG Leutershausen zeigte eine starke Vorstellung und entführte die ersten beiden Auswärtspunkte der Saison aus Neuhausen — 22:25 (9:10) das Endresultat. 

 

In den ersten Halbzeit zeigte die SGL über weite Strecken zunächst eine durchwachsene Leistung, wirkte in den Anfangsminuten aber wacher und spielte sich schnell eine 1:3-Führung heraus (5.). Im SGL-Kasten war einmal mehr Alexander Hübe blendend aufgelegt, hielt die „Roten Teufel“ mehrfach im Spiel — die TVN-Schützen ließen unzählige freie Wurfgelegenheiten aus — verzweifelten schier am SGL-Keeper. Mit einer 9:10-Auswärtsführung ging es in die Kabine. 

 

„Unsere Chancenverwertung war nicht zufriedenstellend“, wusste auch TVN-Coach Aleksandar Stevic, „das Spiel haben wir ganz klar in der ersten Halbzeit verloren.“

 

Dann, in Spielhälfte zwei, startete der TVN aggressiver, die „Roten Teufel“ fanden nur noch mit großer Mühe die Lücke in der Abwehr der Hausherren. Es entwickelte sich eine umkämpfte Partie, die von vielen Zeitstrafen geprägt war, die Führung wechselte fast im Minutentakt. Mit einer überragenden kämpferischen Vorstellung konnte sich die SGL in der entscheidenden Phase etwas absetzen: 18:21 nach 54 Minuten. Immer wieder bewahrte SGL-Mittelmann Bauer, der genau wie Jonas Kupijai sein Comeback feierte, in den endscheidenden Situationen die Ruhe. Junioren-Nationalspieler Stefan Salger und Valentin Spohn scheiterten anfangs noch am gut aufgelegten Neuhausener Schlussmann Daniel Rebmann, in den wichtigen Situationen behielten aber auch sie die Oberhand. Als Hübe keine Hand mehr an den Ball bekam, sorgte Moritz Mangold für den notwendigen Rückhalt. Am Ende stand die 22:25-Führung — der Auswärtssieg war perfekt.

 

Marc Nagel war überglücklich nach dem Spiel: „Ich bin natürlich sehr zufrieden. Für mich war aber über 50 Minuten Neuhausen besser“, so der SGL-Coach, „Hübe im Tor war wieder einmal überragend und hat uns im Spiel gehalten. Das waren zwei ganz wichtige Punkte — wir sind in der zweiten Liga angekommen.“ Das kann man so sagen, nach sieben Spielen haben die Jungs von der Bergstraße bereits 9:5 Punkte auf dem Konto.

 

Über seine zwei Rückkehrer war Nagel besonders froh: „Jonas Kupijai hat uns in der Abwehr ungemein geholfen. Philipp Bauer war dafür im Angriff für die notwendigen Tore verantwortlich, die uns in den vergangenen Auswärtsspielen gefehlt haben.“ Mit sechs Treffern war der Mittelmann erfolgreichster SGL-Schütze. Am nächsten Samstag kommt TUSEM Essen in die Heinrich-Beck-Halle — vielleicht geht ja schon dann das Märchen weiter...

 

SG Leutershausen: Hübe, Mangold — Wetzel, Salger (4), Räpple (2/2), Kupijai, Pfattheicher (3), Ruß (3), Bauer (6), Spohn (4), Kubitschek (1), Conrad, Karpstein, Möller (2).

 

Zeitstrafen: Salger (2), Pfattheicher (2), Spohn (2). 

 

 

Zuschauer: 769.


DERBYSIEG!

Die Sensation ist perfekt! Die SG Leutershausen gewinnt das Derby in der 2. Handball-Bundesliga gegen die TSG Ludwigshafen-Friesenheim mit 28:27 (14:15). Die „Roten Teufel“ zeigten eine überragende kämpferische Leistung, rund 1.200 Zuschauer peitschten die SGL zum Derby-Sieg. 

Das Spiel hielt alles, was es versprach. Die fast vollbesetzte Heinrich-Beck-Halle kochte von Anfang an. Doch die „Roten Teufel“ starteten nervös, leisteten sich unnötige Ballverluste im Angriff. Friesenheim wirkte wacher, nutze die Fehler gnadenlos aus — schnell lag die SGL mit 0:2 im Hintertreffen. Doch SGL-Schlussmann Alexander Hübe sorgte dafür, dass die Partie offen blieb, entschärfte erst einen Siebenmeter, kurz darauf einen Gegenstoß. Aggressive Deckungsformationen prägten die Phase danach, es wurde sich nichts geschenkt, die Stimmung wurde mit jeder Minute hitziger. So richtig absetzen konnte sich aber keines der beiden Teams. In Zahlen: 4:4 nach zehn Minuten, 8:8 nach 20. Die „Roten Teufel“ konnten sich mal wieder auf ihre Junioren-Nationalspieler Valentin Spohn und Stefan Salger verlassen — Spohn netzte bereits in den ersten 30 Minuten fünfmal ein. Bei den Gästen sorgten Philipp Grimm und Alexander Feld für offensive Akzente. Das Resultat: eine 14:15-Auswärtsführung für Friesenheim.

Zweite Hälfte, gleiches Spiel. Die Teams schenkten sich nichts, ein unglaublicher Fight entwickelte sich. Die SGL-Abwehr wurde immer stärker, die „Eulen“ aus Friesenheim schafften es oftmals nicht, am überragenden Schlussmann Hübe vorbeizukommen. Blitztransfer Marcel Möller wirbelte am Kreis, zeigte einen starken Auftritt, netzte insgesamt fünfmal ein. Es wurde immer spannender, keine Mannschaft konnte sich eine klare Führung herausspielen, ein echter Handball-Krimi entwickelte sich. Als Sascha Pfattheicher zur 27:26-Führung (57.) traf, stand die Heinrich-Beck-Halle endgültig Kopf. Am Ende war es wieder der Rechtsaußen, der einen Angriff später mit einem frechen Heber zum umjubelten 28:27-Siegtreffer verwandelte — der Derbysieg war perfekt. 

Gästetrainer Ben Matschke zeigte sich nach der Partie als fairer Verlierer: „Wir waren heute nicht clever und abgebrüht genug, der Sieg ist letztendlich verdient.“ SGL-Coach Marc Nagel kam aus dem Strahlen nicht mehr heraus: „Heute hat man gesehen, dass das Alter der Spieler keinen Ausschlag gibt — es war eine überragende kämpferische Leistung meiner Mannschaft. Wir wollten das Spiel so lange wie möglich offen halten — das ist uns gelungen. Vielen Dank an die unglaubliche Stimmung.“ 

Nach dem Derby-Sieg bekamen die SGL-Jungs auch finanzielle Unterstützung: Esconia in Kooperation mit der erozin.de GmbH aus Heppenheim spendete bereits im Vorfeld 500 Euro an Teufelsclub, die beiden Gesellschafter Reimar Bezzenberger vom Fachbuchverlag Dr. Müller-Bezzenberger und Axel Vögele vom BMW Mini-Service Peter Nick unterstützten die SGL mit jeweils 100 Euro. Zudem gab es pro Tor der „Roten Teufel“ fünf Euro von Anja Böhler von unserem Premium-Partner Flock-In GmbH aus Wiesloch — aufgerundet auf 150 Euro. 

SG Leutershausen: Hübe, Mangold (bei zwei Siebenmetern) — Wetzel, Zahn, Salger (4), Räpple (6/3), Pfattheicher (6), Lierz, Ruß, Spohn (7), Kubitschek, Conrad, Karpstein, Möller (5).

TSG Ludwigshafen-Friesenheim: Klier (25. — 30. Peribonio, ab 44.) - Heß, Feld (8/1), Dietrich (1), Durak (2), Grimm (10/4), Dippe (1), Slaninka, Schmidt (2), Weber (3), Falk,  Djozic.  

Zeitstrafen: Kubitschek (2), Conrad (4), Wetzel (2), Räpple (4) Salger (2), Bank (2); Schmidt (2), Falk (2), Dippe (4), Dietrich (2). 

Foto: Steffen Hoffmann